Wenn Zucht krank macht
Kurze Schnauzen, gefaltete Ohren oder fehlendes Fell: Manche Tiere werden gezielt auf ein bestimmtes Aussehen gezüchtet. Doch was wir Menschen besonders niedlich oder aussergewöhnlich finden, kann für die Tiere mit erheblichen gesundheitlichen Problemen verbunden sein.
Von Qualzucht spricht man, wenn züchterisch gewünschte Merkmale Schmerzen, Leiden oder Schäden verursachen oder das natürliche Verhalten der Tiere einschränken. Betroffene Tiere leiden unter Erbkrankheiten, können beispielsweise schlecht atmen, haben chronischen Schmerzen oder sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Viele benötigen ihr Leben lang medizinische Betreuung.
Qualzucht betrifft nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Kaninchen und andere Haustiere. Aber auch bei Nutztieren kann die gezielte Zucht auf besonders hohe Leistungen das Tierwohl beeinträchtigen.
Das Schweizer Tierschutzrecht setzt der Zucht eigentlich bereits seit 2008 Grenzen. Trotzdem werden weiterhin Tiere mit problematischen Merkmalen gezüchtet und verkauft. Wir setzen uns dafür ein, dass bei der Zucht Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere wieder im Mittelpunkt stehen.
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Forschung zu Atemproblemen bei Hunden
Hunde mit kurzen Schnauzen haben häufig Probleme, genügend Luft zu bekommen. Eine Studie der Universität Bern möchte mithilfe eines offiziellen Atemtests und Videoaufnahmen herausfinden, wie stark die verkürzte Schnauze die Hunde belastet. Aktuell werden die Daten der Studie noch ausgewertet. Wir werden über das Ergebnis berichten.