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Tipps

Was muss ich wissen, wenn ich mit meinem Hund verreisen möchte? Wie beschäftige ich ihn? Und was gilt es zu beachten, wenn Kinder im Haushalt leben? Tipps und Tricks rund um das Leben mit Hund.

Reisen mit Hunden

Hunde begleiten uns nicht nur im Alltag, je nach Reiseziel sind sie auch in den Ferien immer an unserer Seite. Doch damit die Ferien nicht zum Albtraum werden, gilt es für Sie einiges zu beachten.

  • Heimtierpass, Chip & Tollwutschutz

    Um mit dem Hund in ein anderes Land zu reisen, benötigt Ihr Hund einen Heimtierausweis, er muss gechipt und gegen Tollwut geschützt sein. Gültig ist die Tollwutimpfung erst drei Wochen nach Verabreichung und sie muss fristgemäss wiederholt werden. In einigen Ländern reicht die Impfung allein nicht aus. Dann muss vorab Blut abgenommen und in einem Labor untersucht werden (Titernachweis).

  • Parasitenschutz

    Besonders in südlichen Ländern hat es andere Parasiten (z.B. Sandmücken), die gefährliche Hundekrankheiten übertragen können. Informieren Sie sich unbedingt vor der Reise, wie Sie Ihren Hund am besten davor schützen.

    In einigen Ländern ist bei Einreise ein Nachweis erforderlich, dass der Hund kurz vor dem Grenzübertritt gegen Parasiten behandelt wurde. Informieren Sie sich über die entsprechenden Einreisebedingungen auf den offiziellen Seiten der jeweiligen Landesregierung.

  • Maulkorb- und Leinenpflicht

    Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch für den Tierschutz resp. für Tierschutzgesetze. So kann es eine Maulkorbpflicht im öffentlichen Verkehr oder für bestimmte Rassen geben. Gewöhnen Sie Ihren Hund frühzeitig an das Tragen eines Maulkorbs und informieren Sie sich über die Hundegesetzgebung im Zielland.

    Achtung: Wie in der Schweiz ist Hunderecht häufig nicht landesweit, sondern auf Kommunalebene geregelt.

  • Transport im Auto

    Beim Transport eines Hundes im Auto gilt es, Folgendes zu beachten:

    • Transportbox: der Hund muss darin bequem stehen, sitzen und liegen können
    • den Hund vor der Reise an die Box und ans Autofahren gewöhnen
    • Alternative zur Transportbox: Hund mit speziellem Gurt am Geschirr anschnallen
    • Hunde dürfen sich auf keinen Fall während der Fahrt frei im Auto bewegen können.
    • regelmässige Pausen zur Versäuberung und zum Wassertrinken einplanen
    • evtl. in Tierarztpraxis über Mittel gegen Reisekrankheit informieren

    Achtung: Bereits ab 15 Grad Aussentemperatur und direkter Sonneneinstrahlung droht Hunden im geschlossenen Auto der Hitzetod.

  • Transport im Zug

    Hunde, die nicht in kleineren Transportbehältnissen im Zug mitreisen, benötigen in der Schweiz ein Billet 2. Klasse zum halben Preis oder eine Hunde-Tageskarte bzw. den Hunde-Pass. Auch im Ausland brauchen Hunde i.d.R. ein Ticket. Teilweise gilt Maulkorbpflicht. Auf keinen Fall sollten Hunde im Zug frei herumlaufen. Platzieren Sie den Hund so, dass andere Mitfahrende nicht aus Versehen auf ihn treten können.

    Gewöhnen Sie den Hund im Voraus an Zugfahrten. Fangen Sie mit kurzen Strecken an und verlängern Sie diese langsam. Planen Sie die Zugreisen so, dass sich der Hund zwischendurch immer wieder versäubern kann. 

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Regelmässige Pausen, in denen der Hund etwas trinken und sich versäubern kann, sind wichtig.
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Langsam daran gewöhnt, sind auch Reisen mit dem Auto für Hunde kein Problem.

Beschäftigung von Hunden

Hunde sollten Sie in jedem Fall nicht nur körperlich, sondern auch mental beschäftigen, da sie ansonsten unterfordert sind und unter Langeweile leiden. Wichtig ist, die Tiere vor Herausforderungen zu stellen, die sie auch meistern können – sie also nicht zu überfordern. Das vermeidet Frust und erhält die Motivation, mit Ihnen zusammenzuarbeiten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Hund zu beschäftigen. Es gilt für Sie dabei, die rassetypische und individuelle Eignung des Hundes, die eigenen Neigungen und Vorlieben sowie die Physiologie und Gesundheit des Hundes zu berücksichtigen. Im Hundesport gibt es diverse Angebote. Auch die breite Auswahl an Literatur hilft Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Beschäftigung. Ob ein Hund gerne apportiert, Objekte sucht, Tricks lernt oder Knobelspiele löst, werden Sie schnell herausfinden. Wichtig ist, dass man für jeden Hund das richtige Mass zwischen körperlicher und geistiger Auslastung findet.

  • Suchspiele

    Wie der Wolf suchen auch viele Hunde gerne eine «Beute». Je nach Hundetyp können Futterstücke, Futterbeutel, Spielzeug oder Dummies in der Wohnung, im Garten oder auf dem Spaziergang versteckt werden. Zunächst sehr einfach, sodass der Hund sie mit den Augen finden kann. Hat der Hund die Suchaufgabe einmal verstanden, können die Verstecke schwieriger werden, damit er seine Nase einsetzen muss.

  • Hundesport

    Je nach ursprünglichem Verwendungszweck der Rasse, Gesundheit und Interessen des Hundes eignen sich verschiedene Hundesportarten zur körperlichen und geistigen Beschäftigung. Hundeschulen, Vereine und Trainer*innen bieten diverse Angebote von Agility, Fährten, Dummytraining, Dog Dance über Mantrailing, Trickdogging bis hin zu Begleit- und Rettungshundekursen oder Schutzdienst an, welche auch mit Prüfungen zu bestehen sind.

  • Intelligenzspielzeug

    Im Handel sind verschiedene Intelligenzspiele für Hunde erhältlich. Darin wird Futter versteckt, das sich der Hund z.B. durch das Öffnen von Kästchen oder das Schieben von Klappen erarbeiten soll. Sie eignen sich gut zur Beschäftigung drinnen und wenn der Hund z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht viel laufen darf. Beobachten Sie den Hund bei den ersten Versuchen und unterstützen Sie ihn, bevor er Frust bekommt, weil er nicht an das Futter kommt. 

  • Alltagstraining

    Die Gewöhnung an verschiedene Alltagssituationen ist wichtig für Hunde, damit sie mit diesen entspannt umgehen können. In gut durchdachten Trainingseinheiten können Junghunde, aber auch ältere Hunde z.B. auf einem Ausflug zum Bahnhof an grössere Menschenansammlungen gewöhnt und geistig ausgelastet werden. Achten Sie unbedingt darauf, den Hund nicht zu überfordern.

  • Kontakt zu Artgenossen

    Für viele Hunde gibt es nichts Schöneres, als sich mit befreundeten Hunden zu treffen und mit diesen zu spielen. Einige Hunde, insbesondere Junghunde, spielen auch mit unbekannten Artgenossen. Achten Sie darauf, dass die Hunde regelmässig Pausen machen und das Spiel nicht in eine Rauferei oder in Mobbing ausartet.
    Aber es muss nicht immer Spiel sein. Gemeinsame Spaziergänge, bei denen die Hunde sich gegenseitig im Blick haben, gleiche Stellen abschnüffeln und miteinander kommunizieren, sind auch eine gute Auslastung für den Hund und fördern seine Sozialkompetenz.

Medical Training mit Hunden

Hunde können sehr gut an bestimmte Pflegemassnahmen, Untersuche und sogar Behandlungen gewöhnt werden. Mögliche Trainingsziele beim Medical Training:

  • Stillhalten beim Zeckenentfernen
  • Pfotengeben zum Abputzen nach dem Spaziergang
  • Stillhalten beim Krallenschneiden
  • Zähneputzen
  • Tragen eines Maulkorbs
  • Verabreichung von Augentropfen
  • Kooperationssignal inkl. Ausstiegsoption bei unangenehmen Behandlungen (z.B. Blutabnahme)
  • Stillliegen für Ultraschall- oder Röntgenaufnahmen

Buchtipp:

«Blut abnehmen beim Hund trainieren - Mit Medical Training entspannt zum Tierarzt»

von Dorothea Johnen

ISBN 978-3-947773-04-6

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«Gib Pfötchen» ist ein einfacher aber nützlicher Trick. So können die Pfoten gut kontrolliert und geputzt werden.
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Sind die Hunde an Untersuche gewöhnt, können die Tierärzt*innen viel besser herausfinden, was ihnen fehlt.

Hunde und Kinder

Viele Kinder träumen davon, mit einem Hund aufzuwachsen. Doch der richtige Umgang zwischen Kind und Hund muss auf beiden Seiten erst gelernt werden. Damit die Hundehaltung nicht zum Problem wird, gilt es, einiges zu beachten:

  • Hund und Kleinkinder nie unbeaufsichtigt zusammenlassen
  • Erklären Sie dem Kind die wichtigsten Ausdrucksverhalten von Hunden
  • Rückzugsorte für den Hund einrichten, die auch vom Kind respektiert werden müssen
  • klare Regeln aufstellen (z.B. Hund nicht wecken, nicht beim Fressen stören, kein Spielzeug wegnehmen u.ä.)
  • dem Kind beibringen, dass es immer zuerst fragt, wenn es einen fremden Hund streicheln will

Übergewicht vorbeugen

Übergewicht ist heutzutage ein grosses Problem bei Hunden. Da zu viel Hüftspeck der Gesundheit schadet, ist es wichtig, dass sie darauf achten, dass Ihr Hund nicht zu dick wird. Ein Hund ist dann übergewichtig, wenn die Rippen nur durch starken Druck ertastbar sind.

Tipps:

  • Futter entsprechend dem Bedarf abwägen
  • Leckerlies, Kausachen u.ä. vom Futter abziehen
  • Hund regelmässig wiegen
  • bei Übergewicht Futter reduzieren (aus gesundheitlichen Gründen nicht zu schnell! (Veränderungen: Haut, Muskeln, Organe, Magen))
  • für ausreichend Bewegung sorgen (evtl. Tierarzt fragen)

Da eine Fettschicht gut isoliert und so weniger Wärme über die Haut abgegeben werden kann, haben übergewichtige Hunde im Sommer mehr Probleme als normalgewichtige. Sie erleiden schneller einen Hitzschlag. Besonders fatal ist Übergewicht bei Rassen mit kurzer Schnauze, die ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt über das Hecheln regulieren können.

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Bewegung hält Hunde fit und schlank, sofern nicht zu viel im Napf landet.
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Widerstehen Sie dem Bettelblick und verzichten Sie auf einen Nachschlag.

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