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Verkehrsunfälle mit Tieren

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Gesundheit statt Schönheitsideale

Qualzucht lässt sich nur verhindern, wenn sich die Zuchtziele verändern. Entscheidend darf nicht sein, wie reinrassig ein Tier ist, wie aussergewöhnlich oder niedlich es aussieht, sondern ob es gesund ist und seine natürlichen Verhaltensweisen ausleben kann.

Dafür braucht es klare gesetzliche Vorgaben, verantwortungsbewusste Züchter*innen und eine Bevölkerung, die problematische Zuchtformen nicht mehr nachfragt.

Gesundheit in der Zucht verankern

Züchter*innen und Zuchtverbände müssen die Gesundheit der Tiere konsequent über das gewünschte Aussehen oder die Reinrassigkeit stellen. Dazu gehören geeignete Gesundheitsuntersuchungen, die sorgfältige Auswahl der Elterntiere und der Verzicht auf belastende Zuchtmerkmale.

Manche gesundheitlichen Probleme lassen sich durch eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl reduzieren. Ist jedoch bereits das gewünschte Merkmal selbst mit Leiden verbunden, muss auf dessen Zucht verzichtet werden.

Gesetzliche Vorgaben konsequent durchsetzen

Das Schweizer Tierschutzrecht verbietet bereits Zuchtziele, die Tieren erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Bei Verdacht auf mittlere oder starke zuchtbedingte Belastungen ist vor einer Verpaarung eine fachliche Beurteilung vorgeschrieben. Stark belastete Tiere dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Der Vollzug ist jedoch schwierig, weil die Belastung häufig für jedes Tier einzeln beurteilt werden muss. Es braucht deshalb klarere Vorgaben, gezielte Kontrollen und Verbote von Zuchtformen, bei denen die problematischen Merkmale untrennbar mit dem Zuchtziel verbunden sind.

Auch der Handel und die Einfuhr von Tieren mit Qualzuchtmerkmalen müssen berücksichtigt werden, damit problematische Zuchtformen nicht einfach weiterhin im Ausland gezüchtet und dann in die Schweiz importiert werden.

Die Nachfrage nach Qualzucht verringern

Solange Menschen gezielt Tiere mit extremen Merkmalen kaufen, werden diese weiter gezüchtet. Deshalb ist Aufklärung besonders wichtig. Wer die gesundheitlichen Folgen kennt, kann bei der Anschaffung eines Tieres eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen.

Auch Medien, Werbung und soziale Netzwerke tragen Verantwortung. Tiere mit Qualzuchtmerkmalen sollten nicht als besonders niedlich oder erstrebenswert dargestellt werden, ohne auf die gesundheitlichen Probleme hinzuweisen.

Forschung und Wissen fördern

Um zuchtbedingte Belastungen zuverlässig erkennen und beurteilen zu können, braucht es wissenschaftliche Erkenntnisse und geeignete Untersuchungsmethoden. Diese helfen, problematische Merkmale frühzeitig zu erkennen und Zuchtentscheidungen besser zu begründen.

Für bereits betroffene Tiere sind eine frühzeitige Diagnose und geeignete Behandlungen wichtig. Doch selbst die beste medizinische Versorgung kann die Qualzucht nicht rückgängig machen. Deshalb muss das Ziel sein, dass künftig weniger Tiere mit belastenden Merkmalen geboren werden.

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