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Haltung von Leopardgeckos

Die tiergerechte Haltung setzt bei Ihnen einiges an Wissen über diese faszinierenden Tiere voraus. Wie alle Tiere haben Leopardgeckos artspezifische Bedürfnisse. Den natürlichen Lebensraum nachzubilden ist eine wichtige Voraussetzung für eine tiergerechte Haltung.


Grundbedürfnisse von Leopardgeckos

Um ihre Grundbedürfnisse erfüllen zu können, brauchen Leopardgeckos neben einer ausreichenden Versorgung mit Futter und Wasser:

  • Sichtschutz (Terrarium nur von vorn einsehbar)
  • ausreichend grosses, strukturiertes Terrarium mit leichten Klettermöglichkeiten (z.B. Äste, Steine)
  • angepasstes Klima (siehe unten)
  • mehrere Versteckmöglichkeiten
  • Wetbox gefüllt mit feuchter Kokoserde
  • eher festes, grabbares Bodensubstrat, kein lockerer Sandboden
  • ruhiger Standort ohne Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung

Klima und Beleuchtung im Terrarium

Damit sich Ihr Leopardgecko wohl fühl und gesund bleibt, müssen Sie im Terrarium die Klimabedingungen seiner afrikanischen Heimat bestmöglichst nachbilden:

  • Temperatur am Sonnenplatz: 29 bis 35 °C
  • Temperatur im Schatten: 22 bis 29 °C
  • Temperatur nachts: 20 bis 24 °C
  • UV-B-Stärke: UV-Index 1 bis 2 (Low)
  • Luftfeuchtigkeit: 30 bis 50%
  • Beleuchtungsdauer: 12 Stunden

Kontrollieren Sie die Werte regelmässig und tauschen Sie defekte Geräte bzw. Birnen zeitnah aus. Leuchtmittel sollten regelmässig (mindestens jährlich) ersetzt werden, da sie mit der Zeit ihre Leuchtkraft verlieren, was von blossem Auge kaum sichtbar ist.

Tipp: Installieren Sie die Wärmelampe nicht mittig, sondern an einer Seite. So entsteht ein grösseres Temperaturgefälle. Ihr Gecko wird sich dort aufhalten, wo die Temperatur für ihn gerade am besten passt.

Grundausstattung für die Haltung von Leopardgeckos

  • Terrarium (abhängig von der Körperlänge, für ein adultes Tier mind. 120 cm x 80 cm x 60 xm (L x B x H))
  • UV-B- und Wärmelampen (durch Gitter gesichert)
  • Sand-Lehm-Gemisch oder aushärtender Terrarien-Sand als Bodensubstrat
  • Verstecke wie Korkröhren, Blumentöpfe oder spezielle Unterschlüpfe aus dem Fachhandel
  • Klettermöglichkeiten wie Äste, (Kunst-)Steine und Korkröhren
  • Plastikbox gefüllt mit feuchter Kokoserde (Wetbox)
  • Wasserschale
  • Futterpinzette
  • Plastikbox mit entsprechender Belüftung und passende Styroporbox für Transporte (z.B. zur Tierarztpraxis)
  • Wassersprüher
  • Messgerät(e) für Temperatur und Luftfeuchtigkeit

zusätzlich sinnvoll:

  • Solarmeter (Messgerät für UV-B-Strahlung)
  • Utensilien für Kotproben
  • Weinkühlschrank (für Winterruhe)
  • Terrarium für Futterinsekten
  • als «Kletterwand» gestaltete Rück- und Seitenwände im Terrarium
  • Quarantäne-Terrarium (mind. 50 cm x 50 cm x 50 cm)

Für die komplette Grundausstattung ist mit Kosten von mind. 500 Franken zu rechnen. Je nach Qualität und Design können auch deutlich höhere Kosten entstehen.

Ernährung von Leopardgeckos

In freier Wildbahn ernähren sich Leopardgeckos von verschiedenen Insekten und Spinnentieren, gelegentlich auch mal von jungen Mäusen.

Füttern Sie Ihre Lepardgeckos mit lebenden, vorzugsweise nachtaktiven Insekten wie Grillen, Heimchen oder Schaben. Am besten züchten Sie die Insekten selbst oder füttern sie einige Tage mit Gemüse, Früchten, frischen Kräutern und Getreideflocken, bevor Sie sie verfüttern. Zusätzlich sollten Sie eine UVB-Lampe im Insekten-Terrarium installieren. So steigt der Nährwert der Futtertiere, was Ihren Geckos zugutekommt.

Junge Leopardgeckos sollten Sie täglich füttern, bei gesunden erwachsenen Tieren reichen zwei bis drei Fütterungen die Woche. Wenn die Tiere ein gutes Gewicht haben, können Sie ihnen die Futterinsekten zum selber jagen ins Terrarium setzen. Magere und kranke Geckos sollten Sie dagegen mit der Pinzette füttern, um sicher zu gehen, dass sie genügend fressen.

Da die Fütterung in Menschenhand nicht so ausgewogen ist wie in freier Wildbahn, müssen Leopardgeckos zusätzlich mit Vitamin- und Kalziumpulver vesorgt werden. Stellen Sie eine Schale des Mineralpulvers ins Terrarium und bestäuben Sie die Insekten vor der Fütterung damit. Alle zwei Wochen sollten Sie die Futterinsekten mit Vitaminpulver vor der Fütterung bestäuben.

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Leopardgecko mit dickerem Schwanz

Übergewicht ist ein häufiges Problem in der Geckohaltung. Bei Leopardgeckos sieht man den Nährzustand dem Schwanz an. Ist dieser sehr dünn und wirkt eingefallen, kann dies ein Hinweis auf Parasiten sein - oder Ihr Gecko frisst zu wenig. Ist der Schwanz sehr prall und rübenförmig, sollten Sie Ihren Gecko auf Diät setzen und weniger Insekten verfüttern. Insbesondere sollten Sie bei zu dicken Geckos auf energiereiche Leckerli wie Mehlwürmer und Wachsmottenlarven verzichten.

Gesundheit und Pflege von Leopardgeckos

Nutzen Sie die Gelegenheit, bei der Reinigung des Terrariums alle Tiere zu untersuchen. Heben Sie den Gecko vorsichtig hoch und überprüfen Sie die wichtigen Körperregionen:

  • Gewicht

    • regelmässige Kontrolle
      Sichtkontrolle (Schwanz) wöchentlich, wiegen einmal im Monat
    • Tierarztbesuch bei stetiger Gewichtsabnahme
  • Kopf

    • Augen: sollten klar, glänzend​, nicht gerötet oder tränend sein, ohne Ausfluss, nicht eingesunken oder hervorstehend
    • Ohren: Trommelfell flach​, nicht gerötet, nicht nach aussen gewölbt
    • Nase: kein Ausfluss​, keine Verfärbung​, geräuschlose Atmung durch die Nase
  • Mund

    • Schleimhaut rosa, gelb oder schwarz pigmentiert
    • Schleimhaut glänzt und ist feucht​
    • keine Schwellungen​
    • kein Schleim​
    • keine ungewöhnlichen Verfärbungen
    • Kiefer symmetrisch und ohne Verformung
  • Körper & Schuppen

    • keine sichtbaren Verletzungen
    • Körper, insbesondere Schwanzspitze und Gliedmassen auf Häutungsreste kontrollieren
    • Schuppen gleichmässig​
    • Haut glänzend und ziemlich straff
    • kein Hinweis auf Milben (insbesondere Achseltaschen an den Vorderbeinen kontrollieren)
  • Kloakenregion, Kot- und Urinabsatz

    • keine Kotreste
    • kein Ausfluss​
    • keine Rötungen​
    • keine Schwellungen​
    • Hemipenis nicht sichtbar
    • Kot und Urin haben normale Konsistenz und Farbe (kurzzeitige Verfärbung aufgrund von Futter möglich)
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Leopardgecko frisst abgestossene Haut

Häutung

Da sein Schuppenkleid nicht mitwächst, muss sich der Leopardgecko regelmässig häuten. Sie bemerken die bevorstehende Häutung daran, dass die Farbe des Geckos stumpfer und gräulicher wirkt. 

Um die alte Haut loszuwerden, reibt sich der Leopardgecko an rauen Gegenständen wie z.B. Steinen. Die Geckos ziehen sich anschliessend die Hautfetzen vom Körper und fressen diese auf, um keine Nährstoffe zu verschwenden. 

Kontrollieren Sie nach der Häutung, ob sich die alte Haut komplett gelöst hat (insbesondere an den Zehen, am Kopf und an der Schwanzspitze). Ist dies nicht der Fall, können Sie die Reste durch ein Bad in lauwarmen Wasser (ca. 35 °C) aufweichen und anschliessend vorsichtig entfernen. Durch Hautreste abgeschnürrte Körperteile werden nicht ausreichend durchblutet und können absterben.

Kontrolle und Reinigung des Terrariums

  • Kontrollieren Sie täglich die klimatischen Bedingungen im Terrarium. Hilfreich sind dabei Hygro- und Thermometer, die dauerhaft im Terrarium stehen und von aussen gut einsehbar sind.
  • Schauen Sie täglich, ob Sie Kot, Urin oder Häutungsreste im Terrarium entdecken, und erfernen Sie diese.
  • Reinigen Sie täglich die Wasserschale und füllen Sie sie mit frischem Wasser.
  • Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit besprühen Sie Einrichtung und Boden am besten gegen Abend.
  • Kontrollieren Sie Höhlen und schlecht einsehbare Bereiche im Terrarium, während sich Ihr Gecko woanders befindet. Reinigen Sie diese Bereiche bei Bedarf.
  • Eine Komplettreinigung des Terrariums ist nur bei Parasitenbefall, bestimmten Erkrankungen oder Schimmelbildung nötig.

Leopardgeckos neigen dazu, ihren Kot an bestimmten Stellen im Terrarium anzusetzen. Das erleichtert Ihnen das Sauberhalten.

Fortpflanzung

Im Alter von etwa einem Jahr sind Leopardgeckos geschlechtsreif. Die Weibchen legen ca. vier Wochen nach der Paarung zwei Eier, aus denen je nach Temperatur nach weiteren 45 bis 75 Tagen die Jungtiere schlüpfen. Lepardgeckos legen bis zu 10-mal im Jahr und speichern das Sperma für eine spätere Befruchtung über einen längeren Zeitraum.

Weibchen legen aber auch dann Eier, wenn diese nicht befruchtet wurden. Daher ist es wichtig, dass sie einen geeigneten Ort für die Eiablage haben (z.B. Höhlen oder Boxen mit feuchtem, grabbarem Substrat), da es sonst zu einer Legenot kommen kann.

Achtung: Die Aufzucht von Reptilien setzt viel Fachwissen voraus. Gleichzeitig hat es bereits sehr viele Leopardgeckos, die in Tierheimen und Auffangstationen auf ein tiergerechtes Zuhause warten. Aus Tierschutzsicht raten wir daher davon ab, Leopardgeckos zu verpaaren und nachzuzüchten. Verzichten Sie daher darauf, Männchen und Weibchen zusammen zu halten. Sollte Ihr Weibchen nach Kontakt zu einem Männchen Eier legen, können Sie die Entwicklung der Embryonen stoppen, indem Sie die Eier einfrieren.

Winterruhe bei Leopardgeckos

In ihrem natürlichen Lebensraum wird es im Winter zu kalt für Leopardgeckos, um ihren Körper ausreichend aufzuwärmen. Gleichzeitig finden sie auch nicht mehr genug Nahrung. Um Energie zu sparen, halten Leopardgeckos daher Winterruhe. Auch in Menschenhand sollten die Geckos die Möglichkeit haben, ihren Organismus für einige Zeit herunterzufahren. 

  • Vorteile der Winterruhe

    • eingelagertes Fett in der Leber wird abgebaut 
    • Weibchen erholen sich von Legesaison  
    • geringere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten 
    • höhere Lebenserwartung 
  • Keine Winterruhe halten sollte ein Leopardgecko ...

    • der akut erkrankt (z.B. Rachitis, Lungenentzündung) oder verletzt ist.
    • mit Parasitenbefall 
    • in schlechtem Ernährungszustand 
    • unter 12 Monaten 
    • mit nicht abgelegten Eiern im Körper 
    • mit frisch abgeworfenem Schwanz, der noch nicht nachgewachsen ist. 
  • Überwinterungsort

    • Leopardgeckos überwintern im Dunkeln bei 12 – 15 Grad.
    • Geeignet als Überwinterungsort sind kühle (Keller-)Räume oder Getränke-Kühlschränke (z.B. Weinschrank).
    • Die Temperaturen müssen kontrollierbar sein, damit der Gecko nicht zu viel Energie verliert. 
  • Überwinterungsbox

    • Ausbruchssichere, ausreichend belüftete Box (Luftlöcher), mindestens 30 x 30 x 15 cm gross.
      - Durchsichtige Boxen ermöglichen eine gute Sichtkontrolle, sollten aber nur an dunklen Überwinterungsorten genutzt werden.
      - Undurchsichtige Boxen schützen dagegen besser vor Lichteinstrahlung, müssen für die Sichtkontrolle aber jedes Mal geöffnet werden. 
    • Ausgelegt mit Küchenpapier oder Substrat (aus Terrarium oder entstaubte Kleintierstreu) 
    • Mit Versteck (z.B. Höhle aus Terrarium) und Wassernapf 
  • Vorbereitung

    6 bis 8 Wochen vor der geplanten Winterruhe sollten Ihren Gecko und eine Kotprobe in einer auf Reptilien spezialisierten Tierarztpraxis untersuchen lassen. So haben Sie noch genug Zeit, einen allfälligen Parasitenbefall zu behandeln.

  • Einleitung

    • Nehmen Sie sich 2 bis 4 Wochen Zeit, um die Beleuchtungsdauer und Temperatur im Terrarium langsam schrittweise herunterzufahren. Sie können z.B. alle zwei Tage die Beleuchtungsdauer um 1 Stunde reduzieren. 
    • Damit es nicht zu Fehlgärungen und Darmfäulnis während der Winterruhe kommt, sollten Sie ab Temperaturen unter 25 Grad, einer Beleuchtungsdauer unter vier Stunden oder spätestens zwei Wochen vor dem Umzug ins Überwinterungsquartier die Fütterung komplett einstellen. 
    • Wenn Sie die Beleuchtung ganztags abgestellt lassen können, sollte Ihr Gecko noch eine Woche im gewohnten Terrarium bleiben, bevor Sie sie in die Überwinterungsbox umsetzen. 
    • Wiegen Sie den Gecko beim Umsetzen und notieren Sie das Ausgangsgewicht.
    • Danach muss die Temperatur weiter schrittweise auf 12 bis 15 Grad herabgesenkt werden, z.B. alle zwei Tage um ein Grad.
  • Winterruhe

    • Die Winterruhe sollte 6 bis 8 Wochen dauern. 
    • Kontrollieren Sie täglich, ob die Temperaturen (12 bis 15 Grad) stimmen. 
    • Führen Sie alle 2-3 Tage eine Sichtkontrolle bei den Tieren durch, tauschen Sie bei Bedarf nasses/verschmutztes Küchenpapier/Substrat aus. 
    • Reinigen Sie während der Sichtkontrollen die Wasserschale und befüllen Sie sie mit frischem Wasser. 
    • Wiegen Sie Ihren Gecko alle 2 Wochen und notieren Sie das Gewicht. 
    • Achtung: Hat Ihr Gecko mehr als 10% seines Ausgangsgewichts verloren, sollten Sie ihn langsam aufwecken (siehe Aufwachphase).
  • Aufwachphase

    • Erhöhen Sie nach und nach die Temperatur wieder, z.B. alle 2 Tage um ein Grad. 
    • Haben Sie Zimmertemperatur erreicht, kann der Gecko nach 2 Tagen in sein angestammtes Terrarium zurückziehen. 
    • Nach einer Woche im unbeleuchteten Terrarium können Sie über zwei bis vier Wochen die Beleuchtungsdauer wieder schrittweise steigern. 
    • Ab einer Beleuchtungsdauer von 4 Stunden und Temperaturen ab 25 Grad können Sie Ihren Gecko wieder füttern.

Rechtliche Grundlagen der Haltung von Leopardgeckos

Die Haltung von und der Umgang mit Leopardgeckos unterliegen dem Tierschutzgesetz und der Tierschutzverordnung.

Vorgeschriebene Handlungen:

Halter*innen sind u.a. gesetzlich verpflichtet dafür zu sorgen, dass ihre Leopardgeckos:

  • ihr natürliches Verhalten soweit möglich ausleben können und in ihrer Anpassungsfähigkeit nicht überfordert werden.
  • «regelmässig und ausreichend mit geeignetem Futter und mit Wasser» versorgt werden.
  • entsprechend behandelt und gepflegt werden, wenn sie krank oder verletzt sind.
  • in einem Gehege von mindestens 6*KL x 6*KL x 2*KL (KL = Körperlänge ohne Schwanz) gehalten werden.
  • Versteckmöglichkeiten zur Verfügung haben.

Verbotene Handlungen:

Im Umgang mit Leopardgeckos sind unter anderem folgende Handlungen explizit verboten:

  • Aussetzen oder Zurücklassen mit der Absicht, die Geckos los zu werden.
  • die Zucht der Enigma-Färbung.

Tierschutzprobleme in der Haltung von Leopardgeckos

In der Haltung von Leopardgeckos gibt es verschiedene tierschutz-relevante Entwicklungen. Die wichtigsten Tierschutzprobleme sind:

  • unüberlegte Anschaffung

    Das Angebot von Leopardgeckos in Kleinanzeigen, im Zoofachhandel oder auf einer Messe kann zu einer spontanen Anschaffung verleiten. Auch die hohe Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren wird häufig unterschätzt. Wenn dann die Euphorie rund ums Tier verflogen ist, muss der Gecko häufig weg. Wenn er Glück hat, wird er vermittelt oder in ein Tierheim gebracht. Andere Geckos werden ausgesetzt.

  • ungeeignete Terrarien

    Der Handel bietet eine Vielzahl an Terrarien und auch an Zubehör an. Da die Bedürfnisse der verschiedenen Reptilien und Amphibien sich teils extrem unterscheiden, kann nicht jedes Terrarium und Zubehör für jede Tierart genutzt werden. Als Halterin bzw. Halter müssen Sie sich vor der Anschaffung eingehend informieren, welche Bedürfnisse Ihr Leopardgecko hat, welches Terrarium geeignet ist und wie Sie es einrichten müssen, damit sich das Tier wohl fühlt.

  • fehlendes Wissen

    Über die Lebensweise von Leopardgeckos in der Natur ist leider nur sehr wenig bekannt. Viele Empfehlungen stammen daher aus der Beobachtung von Tieren in Gefangenschaft. Inwiefern so die Bedürfnisse und natürlichen Verhaltensweisen wirklich abgebildet werden, ist unklar.

  • stressige Gruppenhaltung

    In der Natur leben Leopardgeckos nur bei idealen Umweltbedingungen zusammen im gleichen Revier. In der Heimtierhaltung können diese Bedingungen häufig nicht ausreichend nachgeahmt werden. Insbesondere während der Fütterungen kommt es zu stressigen Situationen für die Leopardgeckos. Bei einer Paarhaltung wird zudem das Weibchen sehr stark vom werbenden Männchen gestresst (siehe auch «Einzel- oder Gruppenhaltung»).

  • fehlende Winterruhe

    Leopardgeckos sollten Winterruhe halten, um sich körperlich erholen zu können. Manche Halter*innen scheuen den Aufwand, die Tiere kontrolliert zu überwintern. Darunter leidet die Gesundheit der Geckos und sie sterben früher.

  • unzureichende medizinische Versorgung

    Ein Leopardgecko ohne spezielle Färbung kostet häufig wenige Franken, seine medizinische Versorgung ist dagegen um ein Vielfaches teurer. Einige Geckohalter*innen scheuen diese Kosten und lassen kranke oder verletzte Tiere nicht oder nur unzureichend behandeln.

    Hinzu kommt, dass das Wissen um Krankheiten von Exoten und ihre Symptome noch gering ist. Viele Erkrankungen werden nicht oder zu spät erkannt. Auch nicht alle Tierärzt*innen kennen sich mit Reptilien und ihren Eigenheiten aus. Informieren Sie sich daher bereits vor der Anschaffung, welche Tierarztpraxis die medizinische Versorgung Ihres Leopardgeckos übernehmen kann.

  • zu häufige Fütterung

    Da die Wildtiere den Kontakt zum Menschen nicht mögen, gibt es kaum Möglichkeiten, mit den Geckos zu interagieren. Entsprechend stellt die Fütterung jeweils ein Highlight in der Haltung dar. Leider führt dies immer wieder dazu, dass Leopardgeckos zu häufig gefüttert und übergewichtig werden.

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