Neuanfang in der Schweiz
 

Tiere aus dem Ausland aufnehmen

Ungefähr jeder zweite Hund in der Schweiz stammt aus dem Ausland. Bei den Katzen ist der Anteil zwar geringer, aber auch Rassekatzen oder Streunerkatzen werden oft in die Schweiz eingeführt. Es spielt keine Rolle, ob es junge Tiere aus Rassezucht sind oder verwahrloste Tiere von der Strasse: In beiden Fällen birgt die Adoption von Auslandtieren viele Risiken!

Ein wohl überlegtes Vorgehen bei der Übernahme von Tieren aus dem Ausland ist daher in jedem Fall äusserst wichtig, um spätere Enttäuschungen oder gar den Verlust des Tieres zu vermeiden. Seien Sie vorsichtig!

Erfahren Sie mehr zur Adoption von Welpen bzw. zur Aufnahme von Strassentieren aus dem Ausland.

 

Voraussetzungen für die Einfuhr von Hunden und Katzen

Hunde und Katzen müssen für die Einreise in die Schweiz gegen Tollwut geimpft sein. Die Impfung muss mindestens 21 Tage zurückliegen und darf frühestens im Alter von 12 Wochen durchgeführt werden. Wurde sie vor mehr als 3 Jahren gemacht, muss sie erneuert werden.

Jungtiere, die jünger als 12 Wochen sind und daher noch nicht geimpft werden konnten, und solche unter 16 Wochen, deren Impfung noch nicht gültig ist, dürfen nur mit ihrer Mutter einreisen – oder es muss eine Bestätigung vorliegen, dass das Jungtier keinen Kontakt zu wildlebenden Tieren mit Tollwutrisiko hatte. 

Kommt das Tier aus einem Tollwutrisikogebiet, muss zusätzlich ein Bluttest von einem EU-anerkannten Labor durchgeführt werden, um die Wirkung der Impfung zu bestätigen. Fällt der Test, der frühestens 30 Tage nach der Impfung durchgeführt werden darf, positiv aus, gilt für das Tier nun noch eine Wartefrist von 3 Monaten. Erst danach kann es in die Schweiz einreisen. Welcher Staat in welche Gruppe gehört, können Sie in der Verordnung über die Ein-, Durch- und Ausfuhr von Heimtieren nachlesen.

Heimtiere aus EU-Staaten brauchen zudem einen Mikrochip und einen korrekt ausgefüllten EU-Heimtierausweis. Der Mikrochip muss vor den Impfungen gesetzt worden sein. Kommt das Tier aus einem anderen «tollwutrisikoarmen» Staat muss zum Mikrochip statt des Heimtierausweises eine Veterinärbescheinigung vorgewiesen werden.

Reist das Tier per Auto oder Bahn in die Schweiz, werden diese Voraussetzungen bereits bei der Einreise in die EU kontrolliert. Der Schweizer Zoll macht nur noch Stichproben. Es muss jedoch beim Grenzübertritt die Mehrwertssteuer von 7,7 Prozent entrichtet werden. Falls das Tier ohne Kosten übernommen wurde, wird der Marktwert geschätzt.

 

Achtung bei Hunden mit kupierten Ohren und Ruten!

Ihre Einfuhr kupierter Hunde in die Schweiz ist grundsätzlich verboten. Begleitet ein solcher Hund jedoch seinen im Ausland wohnenden Besitzer für einen Ferienaufenthalt in die Schweiz und bleibt nicht dauerhaft, darf er einreisen. Verlegt ein im Ausland lebender Halter seinen Wohnsitz in die Schweiz, darf er seinen kupierten Hund mitbringen. Er darf diesen jedoch später weder verkaufen noch verschenken. Antragsformulare findet man bei der Eidgenössischen Zollverwaltung.

 

Tiere aus den Ferien mitnehmen?

Hund in die Schweiz bringen
Damit Hunde und Katzen aus dem Ausland legal in der Schweiz ein neues Leben beginnen können, gilt es einiges zu beachten.
© Tomasz_Mikolajczyk / Pixabay
 

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