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Pina

Pina ging auf nur zwei Beinen und zuckte chronisch mit einem Vorderbein, als wir sie im Februar 2016 in unsere Obhut nahmen. Trotz ihres noch jungen Alters hatte die Hündin offensichtlich schon einiges mitmachen müssen. Mittels Medikamenten, Physiotherapie und Akupunktur päppelten wir sie wieder auf. Pina blieb jedoch trotz ihrer Behinderung immer bestens aufgelegt – und fand nach einiger Zeit den optimalen Lebensplatz.

Das Schicksal meinte es nicht gut mit Pina. Als Welpe wurde sie im Kosovo von ihrer Besitzerin mit dem Auto angefahren und erlitt schwere Beinverletzungen. Sie hatte aber Glück im Unglück: Eine junge Frau päppelte das schwer verletzte Hündchen mühevoll wieder auf. Mangels finanzieller Mittel konnte sie Pina aber nicht tierärztlich behandeln lassen. So wuchsen die gebrochenen Beine zwar zusammen, aber in schiefer Position. Pina musste lernen, auf zwei Beinen durchs Leben zu humpeln.

Von einem Leiden zum anderen

Als Pina ausgewachsen und gesund genug war, um geimpft zu werden, durfte sie zu ihrer früheren Besitzerin zurückkehren, die unterdessen nach Deutschland gezogen war. Hier konnte die junge Hündin endlich von einem Tierarzt untersucht werden. Das Röntgenbild zeigte jedoch, dass sich die Muskeln und Sehnen seit dem Unfall schon zu stark zurückgezogen hatten. Es war zu spät, die Schiefstellung ihrer Beine noch zu korrigieren. Der Autounfall sollte nicht der einzige Schicksalsschlag bleiben. Die Mischlingshündin erkrankte auch noch an Staupe, welche zu Hautproblemen und möglicherweise einem Hirnschaden führte, der sich in einem Nervenzucken im verletzten Vorderbein äusserte. Die Hautprobleme verschwanden, doch das Zucken blieb.

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Neues Leben in der Schweiz 

Mit der Zeit wurde der Besitzerin der Zeitbedarf für den behinderten Hund zu gross. Sie entschloss sich, Pina zu ihrer Mutter in die Schweiz zu bringen. Doch auch diese konnte nicht genügend Zeit aufbringen, zumal Pinas Behinderung zusätzliche Kosten und Mehraufwand bedeuteten. So kam Pina nach einer langen Odyssee zu uns ins Tierheim. Nach aufwändigen medizinischen Abklärungen konnten wir ihr Nervenzucken erfolgreich mit Medikamenten, Physiotherapie und Akupunktur behandeln. Die Hündin konnte das Vorderbein zunehmend stärker belasten, endlich auch mit ihren Artgenossen spielen und Spaziergänge im Wald unternehmen.

Die teure und zeitaufwändige Therapie schreckte aber viele Interessentinnen und Interessenten ab: Lange konnte sich niemand durchringen, der fröhlichen Hundedame eine neue Chance ausserhalb des Tierheims anzubieten. Bis im August 2017: Pina durfte endlich in ein neues Zuhause einziehen. Dort hat sie sich rasch mit ihrem neuen Spielkameraden Balou angefreundet und darf nun wohlverdient die Sonnenseiten des Lebens geniessen.

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