Botox
 

Es geht auch ohne Tierqual!

Nestlé will vom weltweiten Botox-Boom profitieren. Ethisch höchst verwerflich ist, dass der Konzern dabei trotz Alternativen auf höchst tierquälerisch getestete Präparate setzte. Im August 2018 hat die Zulieferfirma Ipsen zwar verlauten lassen, dass sie jetzt - wie die Firmen Allergan und Merz seit langem - die behördliche Zulassung für eine tierleidfreie Produkteprüfung erlangt hat. Bis wie bei der Konkurrenz tatsächlich Versuchstiere (Mäuse) eingespart werden, dürfte es aber noch dauern. 

Tödliches Gift
Botulinumtoxin, besser bekannt unter dem Produktnamen „Botox“, ist ein tödliches Nervengift. Es dient als Medikament bei neurologischen Erkrankungen wie Migräne, Schiefhals, übermäßigem Schwitzen, Krämpfen, Reizblase etc. sowie für kosmetische Zwecke. Wegen der hohen Giftigkeit muss jede einzelne Produktionseinheit (Charge) geprüft werden, bevor sie in den Handel kommt: entweder 1) mit höchst belastenden Tierversuchen - dem LD50-Test - bei denen die Hälfte aller Testmäuse einen langsamen qualvollen Erstickungstod stirbt, 2) alternativ mit Zellkulturverfahren ohne Leiden und Tod. Für das reine Botulinumtoxin und für Sicherheitsprüfungen ist zwar der LD50-Test vorgeschrieben. Doch dank Alternativmethoden für die fertigen Präparate müssen insgesamt 70-80% weniger Mäuse qualvoll ersticken.

Nestlé vermarktet Qualprodukte
Allein in Europa sterben jährlich ca. 400'000 Mäuse einen grausamen Tod für Botox-Präparate. Auch Nestlé will am weltweiten, enormen Wachstumsmarkt mitverdienen. Skandalös daran: Der Konzern vertreibt via Tochterfirma Galderma ein Antifaltenmittel (Azzalure) sowie ein medizinisches Botox-Präparat (Dysport), welche noch jahrelang mit LD50 getestet wurden, obwohl die Konkurrenz längst alternative Verfahren eingeführt hatte.

© shutterstock - Egoreichenkov Evgenii

Wählen Sie tierversuchsfreie Präparate ohne Tierqual!

In der Schweiz zugelassene Präparate ohne mörderischen LD50 Test:
 -  für medizinische Zwecke: Botox (Firma Allergan) und Xeomin (Merz)
 -  für kosmetische Zwecke: Vistabel (Allergan) und Bocouture (Merz)

Boykottieren Sie Produkte des Herstellers «Ipsen»!
Die Botox-Präparate Dysport (medizinische Anwendungen) und Azzalure (kosmetische Anwendungen) der Firma Ipsen sind in der Schweiz ebenfalls zugelassen. Ipsen hat zwar seit August 2018 die Zulassung für eine versuchstierfreie Testmethode, es ist aber unklar, ab wann alle LD50-Tests durch das alternative Zellkultur-Verfahren ersetzt sein werden. Solange diese Umstellung nicht erwiesenermassen abgeschlossen ist, besser alle Produkte von Ipsen strikte ablehnen!

SRF-Beitrag «Kasstensturz» vom 20.3.2018. mit dem Zürcher Tierschutz

Hier gehts zu unserer Medienmitteilung...

 

 

 

Tierqual vermeiden!

shutterstock_492269968
© shutterstock - Robert Przybysz
 

Welche Botox-Präparate kaufen?

Merkblatt zu den in der Schweiz erhältlichen Präparaten und zu ihrer ethischen Vertretbarkeit:

   

Briefaktion an Nestlé Schweiz

 

Weitere Informationen zu Botox

Hintergrundbericht Zürcher Tierschutz

Kassensturz vom 20.3.2018

Botox-Tierqual (ausführliche Hintedrgrundinformationen der deutschen Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

Video "Tierversuche für Botoxprodukte (von Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

Weitere Videofilme zum Thema Botox

 

Alternativen: das 3R-Prinzip

3R steht für "Replace, Reduce, Refine animal experimentation". Auf Deutsch heisst dies so viel wie "Vermeide, Vermindere, Verfeinere Tierversuche".

Mehr zum Thema: > Tierversuche, > Alternativmethoden