Portrait
 

Nikita van Dorst

Dipl. Tierpflegerin

 

Nikita arbeitet seit Mitte Mai 2016 bei uns und hat schon kurz darauf die Leitung des Bereichs «Hunde» übernommen. Selbst hält sie zwei Hundedamen, die unterschiedlicher fast nicht sein können: Die kleine Sealey, ein Chihuahua und die grosse Aisha, ein Labrador-Mix.

 

 

Du beschäftigst dich bei uns praktisch ausschliesslich mit Hunden und hast selbst zwei Hunde zuhause. Wie bist du auf den «Hund gekommen»?

Wir hatten immer Hunde in der Familie und für mich war es klar, dass auch ich mal Hunde bei mir haben werde. Eigentlich wollte ich mich in der Lehre nie so stark auf das Thema Hund fixieren. Im 3. Lehrjahr war ich jedoch praktisch nur bei den Hunden, bin also sozusagen in diesen Bereich hineingerutscht. 
Nach der Lehre habe ich mich sehr intensiv mit dem Hundeverhalten auseinandergesetzt. Ich habe viele Weiterbildungen gemacht und Prüfungen bestanden.
 Dadurch, dass ich vorwiegend mit schwierigen Hunden zusammengearbeitet habe, konnte ich viele Erfahrungen sammeln und viel Wissen aneignen.

Kein Wunder, beschäftigst du dich bei uns in unserem Tierhaus schwerpunktmässig mit unseren Tierheimhunden. Was für Hunde kommen so ins Tierheim, und was für einen «Rucksack» bringen sie mit?  

Wir bekommen alles an Hunden, ob klein oder gross, reinrassig oder Mischling. Und jeder hat seinen eigenen Charakter und Rucksack. Ob eher aggressiv, ängstlich, tollpatschig, stur, eigensinnig, oder einfach nichts oder etwas Falsches gelernt. Einige stammen aus schlechter Haltung.  Somit haben wir das ganze Spektrum an Hunden in unserem Tierheim.

Gewöhnen sich auch ältere und alte Hunde problemlos wieder an ein neues Zuhause? 

Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter und Erfahrungsschatz. Man kann also nicht sagen, dass eher ältere Hunde mehr Probleme haben, sich an einem neuen Ort einzugewöhnen. Jeder Hund kann sich in seinem neuen Zuhause eingewöhnen, wenn es für ihn stimmt und die neuen Halter ihm Zeit geben und Verständnis zeigen. 

Du arbeitest viel mit den Hunden, und wir haben auch eine Hundetrainerin, die einmal pro Woche vorbeischaut. Was könnt ihr tun, um schwierigere Hunde rascher und erfolgreicher zu vermitteln?  

Jeder Hund bringt eine Geschichte und auch Baustellen mit. Ich versuche, den Hunden den Tierheimaufenthalt so gut wie möglich zu gestalten, für jedes Tier individuell. Ob das Training, freier Auslauf, Kopfarbeit oder was auch immer ist. Auch sollten sie einen Grundgehorsam bei uns erhalten und lernen, wie man sich zu benehmen hat. Damit die Hunde eine bessere Chance haben, um möglichst schnell an ein neues, perfektes Zuhause vermittelt zu werden.

Dein schönstes Hunde-Erlebnis? 

Jeder Hund macht bei uns im Tierheim eine Entwicklung durch und es ist immer wieder schön zu sehen, wenn das jeweilige Training bei den Hunden anschlägt und sie im Verhalten besser und angenehmer werden. Schön ist auch zu erleben, wie sie das Vertrauen zu mir gewinnen und wie wir eine grosse Familie werden. Dass wir ein eingespieltes Team werden und uns super verstehen auch ohne Kommandos. 

Aber eines der schönsten Erlebnisse ist, wenn sich meine Schützlinge auf ihren Weg ins neue Zuhause machen. Und das Allerschönste ist es, wenn wir uns nach einiger Zeit wieder begegnen, sie mich erkennen und sich tierisch darüber freuen, mich zusehen. Solche Momente werde ich für immer in Erinnerungen behalten.