Portrait
 

Kaja Costello

Lernende in Tierpflege

 

Kaja unterstützte uns ab September 2017 zunächst als Praktikantin und absolviert seit Sommer 2019 ihre Lehre als Tierpflegerin bei uns. 

 

 

 

 

 

Zuvor warst du bei uns im Praktikum, hast die Co-Leitung für die Reptilienabteilung übernommen und seit Sommer 2019 machst du bei uns die Lehre als Tierpflegerin. Ging damit ein Traum in Erfüllung?

Auf jeden Fall. Denn schon von Klein auf hatte ich immer Kontakt zu verschiedenen Tieren. Wir gingen oft mit der Familie in den Zoo. Dort wuchs meine Begeisterung für Reptilien, denn dort konnte ich Stunden verbringen. Leider durfte ich nie eine Schlange oder ähnliches als Haustier halten. Aber Rennmäuse erlaubte mir meine Mutter. Damit wuchs dann meine Begeisterung für Nagetiere. Jedoch liessen mich die Reptilien nie los, und als ich meine eigene Wohnung hatte, dauerte es nicht lange und ich hatte endlich meine Reptilien. Somit ging für mich wirklich ein Traum in Erfüllung und endlich kann ich meine Leidenschaft für Tiere beruflich ausüben.

Begonnen hat deine berufliche Laufbahn als Floristin, anschliessend hast du eine Weiterbildung im kaufmännischen Bereich gemacht. Bereust du diesen Umweg, oder bringt er dir auch Vorteile?

Es hat zwar etwas gedauert auf den Pfad des Tierpflegers zu gelangen, aber die Umwege, welche ich gegangen bin, bereue ich keinesfalls. Denn durch die kaufmännische Erfahrung habe ich den Vorteil, dass ich ebenfalls die Büroarbeit im Tierheim machen kann. Ebenso sehe ich auch nur Vorteile, dass ich die Lehre als Floristin gemacht habe, denn so weiss ich zum Beispiel welche Pflanzen von den Tieren gefressen werden dürfen und welche nicht. 

Du hast dein Engagement für Tiere im Ausland begonnen, in einem spanischen Tierheim. Was unterscheidet ein Tierheim in Spanien von unserem Tierheim hier in Zürich?

Dies ist ein schwieriger Vergleich, denn Auslandtierheime und Schweizer Tierheime unterscheiden sich in vielen Punkten. Meiner Meinung nach liegt dies aber auch daran, dass die Ressourcen in Spanien und in der Schweiz sehr unterschiedlich sind. Das bezieht sich vor allem auf das Finanzielle. In Spanien können sich die Tierheime kein fest angestelltes Personal leisten, somit sind dies alles freiwillige Helfer, welche in ihrer Freizeit im Tierheim arbeiten. Was jedoch beiderseits gleich ist, ist dass die Angestellten/Freiwilligen sich unermüdlich für ihre Schützlinge einsetzen und ihr Möglichstes geben, um den Tieren einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.

Bei welchen Tieren arbeitest du am liebsten hier bei uns?

Mir gefällt es in allen Abteilungen, denn ich liebe die Abwechslung. Somit ist es für mich optimal, nicht immer mit den gleichen Tierarten zu arbeiten.

Deine Hündin Amy begleitet dich auf Schritt und Tritt, auch zur Arbeit – wie habt ihr euch gefunden?

Das war reiner Zufall. Ich arbeitete damals als Einkäuferin und sehnte mich danach aktiv im Tierschutz zu helfen. Somit suchte ich nach diversen Tierschutzorganisationen und fand gleich eine, welche ein Team nach Spanien schicken wollte. Ich entschied mich mitzugehen und wir halfen alle tatkräftig mit beim Reparieren der Ausläufe, der Zwinger und gingen mit den Hunden spazieren. Am 2. Tag legte ich mich im Hundeauslauf auf eine Bank um Pause zu machen, nichts ahnend, dass dies der Tag sein sollte, an dem ich meinen Hund treffen sollte. Die kleine Amy kam sofort zu mir rüber, hüpfte auf mich drauf, legte sich hin und schlief in einer Ruhe auf meinem Bauch. Das war der Moment, in dem mir klar wurde: Dies ist mein Hund. Seit dem Tag sind wir beide unzertrennlich, und ich bin überglücklich so eine tolle Hündin zu haben.