Geschichte
 

Vom ersten Tierheim zum Zürcher Tierhaus

So erfolgreich der Zürcher Tierschutz in seinen Anfangsjahren ab 1856 auf politischer Ebene war, so erfolglos war er zu jener Zeit in seinem Bestreben, ein eigenes Tierheim zu betreiben. Zwar konnte er 1899 dank privater Spenden ein erstes Tierheim in Zürich an der Stampfenbachstrasse eröffnen und heimatlose Hunde und Katzen aufnehmen.

Die Stadt Zürich hatte allerdings keine Freude am Lärm aus diesem „Tierasyl“, wie Tierheime damals genannt wurden, und entzog ihm nach wenigen Jahren die Bewilligung. Die Suche nach einem Ersatz gestaltete sich schwierig, denn die Stadt wuchs und war wenig erpicht, ein Tierheim in einem Wohnquartier zu dulden. Zudem war Geld schwierig zu beschaffen in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Auch ein verzweifelter Aufruf in seiner Mitgliederzeitschrift brachte 1936 nur wenige Tausend Franken ein. Der Zürcher Tierschutz war gezwungen, nach Privatpersonen zu suchen, die sich bereit erklärten, heimatlose Hunde oder Katzen vorübergehend und unentgeltlich aufzunehmen, und warf neidische Blicke nach Basel, wo es schon seit 24 Jahren ein Tierheim gab.
Wie gross damals das Leid alleine bei den Hunden in der Stadt Zürich gewesen sein muss, lässt sich erahnen, wenn man sich vor Augen führt, dass damals 7000 Hunde gemeldet waren. Heute, im Jahr 2016 sind es lediglich 6300, und bei den Haltungsbedingungen hat sich in den vergangen Jahrzehnten doch so einiges verändert.  

Erst kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs, 1946, bot sich dem Tierschutz eine Chance: Etwas unterhalb des Zürcher Zoos konnte der Zürcher Tierschutz für 83'000 CHF ein altes Hundeferienheim kaufen.
Ein grosser Schritt in der Vereinsgeschichte – es ist der Standort, an dem der Verein noch heute sein Tierheim und seine Geschäftsstelle betreibt.

Zum 100-Jahre Jubiläum konnte er den Katzentrakt vergrössern und er begann, Stadtkatzen zu kastrieren. Schon damals wurden Klagen zu Tierschutzvergehen entgegengenommen und Privatpersonen wurden Auskünfte zur Tierhaltung erteilt.

Im 1968 wurde ein umfassender Ausbau realisiert.

Mit  der neuen  Tierschutzverordnung, für die sich auch der Zürcher Tierschutz stark machte, wurden 2008 die Vorschriften für Tierheime verschärft.

Und so musste das sanierungsbedürftige Gebäude aus den 70er Jahren im Jahr 2015 einem wegweisenden Neubau weichen. Zur Zeit ist das „Tierhaus“ genannte Tierheim des Zürcher Tierschutz das vermutlich modernste Tierheim der Schweiz.

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Das neue Tierhaus