Hunde
 

Vielseitiger Helfer auf vier Pfoten

Ein treuer Begleiter des Menschen, das ist der Hund seit Jahrtausenden. Dank seiner ausserordentlichen Fähigkeiten wird er geschätzt und ist als Arbeitskraft wie auch als „Kumpan“ bei vielen sehr beliebt. Kaum ein anderes Haustier lebt und arbeitet so nahe mit den Menschen zusammen. Dennoch: Gerade wegen seines Wesens missbrauchen einige Menschen den Hund für zweifelhafte Eigeninteressen.

 

Geliebt und Verachtet

Der Hund hilft uns als Lebensretter, bewacht und schützt uns und unser Eigentum, und ist auch Begleiter. Er wird mit Liebe überschüttet, manchmal vermenschlicht, gar als Prestigeobjekt gehalten und oft missverstanden. Seine Fähigkeiten, sich anzupassen und einzugliedern werden vielfach ausgenutzt. Er wird falsch gehalten, misshandelt und mit Verachtung gestraft. Wie sich der Hund entwickelt, liegt vor allem in der Hand des Menschen. Damit wir ihn verstehen lernen, müssen wir seine Biologie und sein Verhalten kennen. 

 

Tierschutzprobleme

  • Die unüberlegte Anschaffung eines Hundes führt oft zur Überforderung des Besitzers und Unterforderung des Hundes.
  • Züchterische Auswüchse können körperliche und seelische Schmerzen und Leiden bewirken.
  • Überfütterung und Bewegungsmangel, aber auch geistige Unterbeschäftigung führen zu Gesundheitsschäden und Verhaltensstörungen
  • Zu wenig Sozialkontakt mit Artgenossen und Menschen macht Hunde unsicher und wesensschwach und birgt Gefahrenpotenzial in sich.
 

Verbesserungen in der neuen Tierschutzgesetzgebung

  • Gemäss neuer Gesetzgebung muss Hunden der Sozialkontakt zu Menschen und Artgenossen ermöglicht werden. Ebenso müssen sich Hunde täglich im Freien bewegen können.
  • Die Anwendung von Stachel- und Elektroschock-Halsbändern, Zughalsbändern ohne Stopp und weiteren «Erziehungshilfen», die dem Hund Schmerzen zufügen oder ihn in Angst versetzen, ist verboten.

Trotz Fortschritten besteht immer noch Handlungsbedarf. So ist das Anbinden von Hunden an einer Laufkette (Bewegungsraum für den Hund mindestens 20 m²) immer noch erlaubt. Kettenhunde müssen sich aber 5 Stunden täglich frei bewegen können.

 

Obligatorische Hundekurse

Mit dem neuen Tierschutzgesetz wurde 2008 ein Sachkundenachweis (SKN) für Hundehalter eingeführt. Die obligatorischen Theoriekurse für Ersthundehalter sowie die Praxisstunden, die schweizweit alle Hunde mit Ihren Besitzerinnen und Besitzern absolvieren mussten, wurden aber auf Januar 2017 wieder abgeschafft.

Einige Kantone (u.a. Zürich und Thurgau) schreiben zusätzliche Erziehungskurse für grosse und massige Hunde vor. Auch nach Abschaffung des schweizweiten SKN sind diese Hundekurse weiterhin obligatorisch.

 

Treuer Kumpan

Mischling auf einer Wiese
© Gabi Trachsel
 

Weitere Informationen

  • Kontakt für Haltungs-, Verhaltens- und Gesundheitsfragen
 

Gesetzliche Vorschriften

  • meinheimtier.chdas Informationsportal des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)