Spitzensportlerin Legehenne
 

Legehenne: Nach Ostern ist die Spitzensportlerin out

Medieninformation vom 7. April 2015

 

Nach Ostern bricht der Bedarf an Eiern und damit an Legehennen stark ein. Zu keiner Jahreszeit werden so viele Hennen geschlachtet wie jetzt. Die Tiere sind ausgelaugt, da sie in knapp einem Jahr rund 300 Eier gelegt haben. Im Vergleich zu einer Henne anno 1955 legen moderne Hochleistungstiere zweieinhalb Mal so viele Eier und verbrauchen einen Drittel weniger Futter pro Ei. Sie sind vom Energieumsatz her vergleichbar mit Spitzensportlerinnen am Wettkampftag, nur dass die Hennen täglich einen Triathlon absolvieren. Die produzierte Biomasse der Eier einer Henne entspricht umgerechnet 150 Babys pro Jahr. Die Junghennen investieren so viel Calcium in die Eischalen, dass der Knochenaufbau leidet. Die Folge sind laut Geflügelexperte Ernst Fröhlich «Ermüdungsbrüche», wie sie auch von Spitzensportlern bekannt sind.

Die vielen Körperreserven, die Hennen in ihre Eidotter pumpen, machen diese für die menschliche Ernährung so wertvoll. Doch statt die Hennen zu respektieren und tierfreundlich zu halten, werden sie in immer grössere Massentierhaltungen mit bis zu 18‘000 Tieren gesperrt. Grossbetriebe liegen im Trend: Heute halten 1,5% der Eier produzierenden Betriebe 60% der Legehennen! Dafür wurden konventionelle Eier billiger: Der Konsumenten- preis stieg seit 1955 zwanzig Mal weniger als jener für die Grundnahrungs-mittel Brot oder Kartoffeln.

 

Der Zürcher Tierschutz publiziert das Dossier «Die Legehenne – eine Spitzensportlerin». Darin sensibilisiert er für mehr Wertschätzung gegenüber Huhn & Ei und gibt Tipps für einen bewussten, tierschützerisch vertretbaren Konsum von Eiern, Eiprodukten und (Suppen-)Huhnfleisch.

 

 

Ganze Medienmitteilung (pdf) sowie unser Nutztierdossier «Die Legehenne - eine Spitzensportlerin» (pdf) und die dazugehörige Hintergrundseite

 

Für Rückfragen:

Nadja Brodmann, Zoologin, 

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