Tier- und Naturschutz
 

Wer Tiere schützt, muss auch die Natur schützen

In den Anfangsjahren des Zürcher Tierschutzes drückten die Tierschützer beim so genannten „Fröschen“ noch ein Auge zu, verurteilten aber die Art und Weise, wie die Schenkel gewonnen wurden: Schulbuben verdienten sich nämlich ihr Sackgeld, indem sie Frösche einsammelten und töteten. Häufig wurden die erbarmenswerten Tiere dabei lebendigen Leibes aufgespiesst. Amphibiengewässer waren damals im Vergleich zu heute zwar noch häufig, und dennoch ging es als Folge dieser „Schlächterei“, wie sie von Tierschützern genannt wurde, mit den Froschpopulationen rasch bachab. Mangels natürlicher Feinde begannen sich die Mücken praktisch ungebremst zu vermehren und man erkannte, dass Frösche nicht nur im Teller nützlich sind. 1910 erliess der Zürcher Tierschutz deshalb einen Aufruf, die Amphibien unter Naturschutz zu stellen.

In den 1960er und 1970er Jahren wurden sich immer weitere Teile der Bevölkerung langsam der weltweiten Zerstörung der Natur bewusst. Auch der Zürcher Tierschutz machte sich Sorgen und wurde aktiv, um sich für den globalen Artenschutz zu engagieren. Das Projekt Lewa Downs in Kenia wurde damals unter Mithilfe des Zürcher Tierschutzes ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung den Artenschwund der einheimischen Tierwelt zu stoppen, wovon vor allem das Nashorn profitiert. Auch die seltenen Grevy’s Zebras stehen seither im Fokus des Zürcher Tierschutz.

Zu Beginn der 1990er Jahre begann der Zürcher Tierschutz vermehrt, sich auch ausserhalb des Themas Jagd um die einheimischen Wildtiere zu kümmern, und er begann Fledermaus-, Igel-, Bartgeier-, Fischotter-, Wiesel- und andere Wildtierförderprojekte zu unterstützen.

1991 war er an vorderster Front bei der ersten Bartgeierfreilassung der damaligen Gesellschaft zu Wiederansiedlung des Bartgeiers GWB (heute: Pro Bartgeier) in der Schweiz dabei und übernahm für einen Vogel die Partnerschaft. Weil sich ein grosser Erfolg abzeichnete, übernahm der Zürcher Tierschutz in den kommenden Jahren die Patenschaft dreier weiterer Vögel. 

 

Fröschestechen