Portrait
 

Cora Braun - Leiterin Marketing & Kommunikation

Seit Juni 2013 hat der Zürcher Tierschutz neu eine hausinterne Position für Marketing & Kommunikation. Stelleninhaberin ist Cora Braun; sie ist einerseits Umwelt-Naturwissenschafterin ETH und hat anderseits fundierte Marketing-Erfahrung im Tierbereich. Cora arbeitet mit einem 60 %-Pensum für den Zürcher Tierschutz. Nachfolgend stellt sie sich selber kurz vor.

 

Frühe Prägung

Meine Liebe zur Natur hat bereits als Kind begonnen, wie bei den meisten Menschen, die im Tierbereich arbeiten. Mit meinem Vater streifte ich oft stundenlang durch die Wälder, sammelte Pilze und beobachtete die Vögel. Meine Mutter hingegen brachte mir vieles über Pflanzen bei, wie all die schönen Blumen heissen und was essbar ist. Natürlich hatten wir auch immer Tiere zu hause.

 

Fremde Länder und Kulturen

Später kam eine weitere Leidenschaft hinzu: die vielen Erzählungen fremder Länder und Kulturen von meinem Vater, der Jahrzehnte lang als Matrose die Welt erkundete, zogen auch mich in die Ferne. Neben vielen wundervollen Erlebnissen sah ich auch viel Leid. Nicht nur die Armut bei den  Menschen aber auch die teilweise Grausamkeit den Tieren gegenüber.

 

Nicht immer ist es böser Wille

Was ich aber auch sah war, dass viele Menschen die Tiere nicht aus Böswilligkeit misshandelten, sondern dass meist viele verschiedene Faktoren mitspielten: die eigene Armut, viel Unwissenheit und Ignoranz, die Kultur. So begründete ein Indonesier die Tatsache, dass er seinem Reh die Beine gebrochen hatte mit dem Hinweis, dass es ja sonst weglaufen würde. In Brasilien hingegen forderte ein Zirkus die Leute auf, ihm Hunde zu bringen als Futter für den Löwen – im Gegenzug erhielt jeder einen Gratiseintritt. Was hier zu einem handfesten Skandal geführt hätte war in Brasilien der Hit, man nahm die „Chance“ wahr, die lästigen Streuner auf einfache Weise loszuwerden und dafür auch noch belohnt zu werden.

 

Aufklärungsarbeit hilft Tieren hier und dort
Eine wichtige Erkenntnis aus diesen Erfahrungen war, dass man vieles erreichen kann, wenn man in Ruhe mit den Menschen spricht, sich ihre Sorgen anhört, ihnen ohne erhobenen Zeigefinger zeigt, wie sie die Situation für die Tiere verbessern können. Erst wenn man versteht, warum jemand so handelt, kann man versuchen eine langfristige Lösung zu finden.

 

So freut es mich sehr, dass ich heute, nach meinem Studium der Umweltnaturwissenschaften und einigen Jahren Arbeit im Marketing des Zoo Zürich, beim Zürcher Tierschutz bin. Bereits jetzt habe ich das Gefühl angekommen zu sein. Angekommen an einem Ort, wo man sich für Tiere und ihre Bedürfnisse einsetzt, ohne die Realität aus den Augen zu verlieren...

 

Ein Herz für Tiere

Cora und Kaoma
Cora mit Reh
 

„Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandeln.“ (Mahatma Gandhi)