Portrait
 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Beat Hauenstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kommunikationsmann 

Beat Hauenstein, Naturwissenschaftler ETH und PR-Fachmann mit eidg. Fachausweis, ist seit dem 1. Mai 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Zürcher Tierschutz. Er kümmert sich um das Ressort Wildtiere und freut sich darauf, sein Kampagnen-Knowhow in den Dienst des Zürcher Tierschutz zu stellen. Er ist verantwortlich für unser Mitgliedermagazin, berät die Geschäftsstelle in Kommunikationsfragen, betreut deren Facebook-Seite und hat nach einer Weiterbildung zum VJ den einen oder anderen Videobeitrag produziert. 

 

Häuschenschnecken und Berggorillas

Meine Liebe zu den Tieren und der Natur bekam ich quasi in die Wiege gelegt. Während andere Kinder mit ihrer Carrera-Spielzeugrennbahn spielten, zog ich es vor, die im Gegensatz zu den Spielzeugautos etwas ruhiger agierenden Häuschenschnecken im Garten zu beobachten, in Pfützen sich windende Regenwürmer aus ihrer misslichen Lage zu befreien oder die Katzen aus der Nachbarschaft freundlich, aber bestimmt von den frisch geschlüpften Amseljungen fern zu halten.

Eine zentrale Rolle in meiner Liebe zur Natur und zu den Tieren spielten aber nicht nur meine Eltern, sondern auch die beiden Hunde, die meine Prägungsphase zum Tier- und Naturschützer begleiteten. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch einen Kinobesuch und den Film Gorillas in the Mist, in dem die Geschichte der Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey und ihrer Gorillas im Kongo erzählt wird. Für mich war klar: In Zukunft möchte ich mich auch beruflich für Tiere einsetzen. Wenn nicht für Gorillas, dann zumindest für andere Geschöpfe.

Via Umwelt- zum Natur- und schliesslich Tierschutz

Wie das Leben so spielt, verlief auch mein Weg zum Tierschutz über einen Umweg. Nach meinem Studium in Umweltnaturwissenschaften mit Vertiefung in Biologie an der ETH Zürich startete ich meine berufliche Laufbahn in der Umweltberatung und lancierte ein Begrünungskonzept für die Stadt Luzern. Ziel war es, die Stadt zu einem besseren Lebensraum nicht nur für den Menschen, sondern auch für die wilden Tiere in der Stadt zu machen.

Eine Weiterbildung zum PR-Fachmann führte mich in eine Gesundheits-PR-Agentur, dann in einen Blinden- und Taubblindenverband und anschliessend zur Naturschutz-Kampagnenarbeit bei Pro Natura. Den Tieren war ich damit zwar wieder ein Stück näher, aber wirklich nahe war ich ihnen nur in meiner Freizeit.

Auf der Jagd, aber ohne Flinte

In der Freizeit lauere ich fürs Leben gern wilden Tieren auf – bewaffnet aber nicht mit der Flinte, sondern mit der Foto- oder Videokamera, die ich bereits für das eine oder andere Foto- oder Videoprojekt beim Zürcher Tierschutz einsetzen konnte, unter anderem für das "Tier der Woche" und andere Video-Beiträge. Auch unsere beiden Familienhunde halten mich auf Trab und bringen mich an die frische Luft. Im Frühling haben uns die beiden Spürnasen in der Dunkelheit schon öfter geholfen, Frosch und Co. auf Hochzeitsreise aufzuspüren und sicher auf die andere Strassenseite zu begleiten.

Dass ich mich nun beim Zürcher Tierschutz auch beruflich für die Interessen unserer Tiere einsetzen kann, erachte ich als grosses Geschenk, und freue mich auf die zahlreichen Aufgaben zugunsten unserer Tierwelt, die nun auf mich zukommen. 

 
 

Ein Herz für die Tierwelt

(c) Maja Morgenthaler
(c) Maja Morgenthaler

 

Tierschutz ist Erziehung

zur Menschlichkeit.

 

(Albert Schweitzer)