Portrait
 

Assistentin der Geschäftsstelle

Anja Stettin, wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Seit Mai 2017 unterstütze ich den Zürcher Tierschutz. Mein Fokus liegt dabei auf der Jugendarbeit. Aber auch die Heimtiere, insbesondere die Kleinnager, liegen mir am Herzen.

Schon früh vernarrt in Tiere

Mit Tieren bin ich im Grunde gross geworden. Seit ich denken kann, hatten wir verschiedene Haustiere: Aquarienfische, Heimvögel, Nager und Katzen. Und auch zu Hunden hatte ich über Schulfreundinnen und meine Grosseltern regelmässigen Kontakt. Tiere faszinieren mich seit jeher und jegliches Wissen über sie habe ich förmlich inhaliert. Ich hatte zahlreiche Bücher zu den verschiedensten Tierthemen und wenn mal eine Doku im Fernsehen kam, wollte ich sie unbedingt sehen. Und so lag es auch nah, dass ich Verhaltensbiologie studiert habe, um noch mehr über Tiere zu wissen.

Tiere mit anderen Augen sehen

Und schlussendlich bin ich genau durch dieses Studium zum Tierschutz gekommen. Denn vorher mochte ich zwar Tiere und konnte nicht zusehen, wie ein Tier offensichtlich leidet. Aber ich hatte sie mit anderen Augen gesehen und habe ihre Bedürfnisse weniger wahrgenommen. Sie waren für mich viel anpassungsfähiger, als sie es eigentlich sind. Dies änderte sich zum einen durch Vorlesungen zur Kleintierethologie oder einem praxisnahen Kurs zur tiergerechten Zootierhaltung – aber auch durch den Umgang mit Tieren im Studium, der mir je länger je mehr missfiel.

Gleichzeitig wuchs mein Wunsch, Tieren zu helfen. Doch wie? Der Einstieg in die Rattenhaltung brauchte mich auf die Idee: Aufklärung über das Internet. Denn wo sucht meine Genration nach Informationen rund um die Tiere, die sie halten? Genau, online. Und so engagiere ich mich nun schon seit Jahren ehrenamtlich in Internetforen und bringe Interessierten die Bedürfnisse von Heimtieren näher. Meine Devise: Nur wer weiss, was Tiere brauchen, kann ihre Bedürfnisse überhaupt erfüllen und ihnen ein glückliches Leben bieten.

Das tun, wovon andere träumen

Und nun bin ich hier beim Zürcher Tierschutz und habe geschafft, wovon viele träumen: Ich habe meinen Herzenswunsch zum Beruf gemacht. Ich darf nachhaltig Tieren helfen, indem ich schon die junge Generation dafür sensibilisiere, dass Tiere Bedürfnisse haben und dass man sie respektvoll behandelt. Gleichzeitig habe ich die Möglichkeit, mein Wissen einzubringen und neue Heimtierbroschüren für den Zürcher Tierschutz entwickeln, die dann hoffentlich vielen Tierhaltern helfen, ihre Tiere besser zu verstehen und ihnen so ein glückliches Leben zu ermöglichen.

 

Mit ganzem Herzen dabei

 

 

Der größte Feind des Heimtiers ist der unwissende Besitzer.

(Silvia Blahak)