10.01.2012

Oberwalliser Wolfshasser: Bund redet Klartext

Die von uns erhobenen Vorwürfe an die Adresse der Walliser Schafbauern betreffend Vernachlässigung von Tieren werden von Reinhard Schnidrig, dem Chef Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Wesentlichen bestätigt (Walliser Bote, 31.12.11). Nicht die Wölfe sind das Problem, sondern die sturen Schafhalter, welche in beispielloser Manier ständig das bewährte Herdenschutzkonzept des Bundes torpedieren und dabei auch vor kriminellen Aktivitäten nicht zurückschrecken. Das ist das eine. Das andere jedoch ist bloss nur noch skandalös. Wie Reinhard Schnidrig feststellt, mischt im Wallis die Politik und die Administration bei der Hetze gegen den Wolf kräftig mit. Ja man betreibt sogar Wahlkampf auf dem Buckel der Wölfe. Das färbt auf die Schafhalterszene ab. Nur bedient man sich dort standesgemässerer und äusserst primitiver Mittel. Fast ein Dutzend Herdenschutzhunde wurden bisher vergiftet. Auch gibt es vermehrt Sabotageakte auf das Eigentum zu verzeichnen.

Wir bleiben dabei: die Schafhalterszene, insbesondere im Oberwallis, ist vollends unglaubwürdig geworden und erweist mit ihrer Dummheit und Sturheit den übrigen, korrekt handelnden Schafzüchtern einen Bärendienst. Daran wird sich wohl nicht so schnell etwas ändern, weil es doch den Anschein macht, dass da Behörden und fehlbare Schafhalter unter einer Decke stecken.

Bernhard Trachsel

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