28.11.2011

Die Jagd braucht Charaktere - keine Hanswurste!

Im November hat ein Jäger im Kanton Zürich auf der Treibjagd mit Schrot auf einen Wanderer geschossen. Im Wallis wird ein Hirsch von einem Jäger vorsätzlich und verbotenerweise mit Schrot beschossen und so schwer verletzt, dass er qualvoll zu Grunde geht. In Zürich entschuldigt sich der Jäger beim Betroffenen, wohingegen der Walliser angibt, er habe den Hirsch mit einem Rehböcklein (!) verwechselt.

Die Beispiele zeigen zum einen eine Problematik der Treibjagd auf und offenbaren zum andern, dass bei gewissen Jägern Dummheit und Verantwortungslosigkeit grenzenlos sind. Um das zu unterstreichen, genügt ein Blick ins Jäger-Internetsprachrohr Jagdportal.ch. Hier trifft man allenthalben auf die Postings eines "Basse". Neustens lässt er sich über einen aus, der ein demokratisch verbürgtes Recht wahrgenommen und eine Initiative zur Abschaffung der Treibjagd lanciert (und verloren) hatte. Er bezeichnet ihn als "lebensfremde, lebensunfähige und oberpeinliche Kreatur, als notorischen Querulanten, Schwachkopf und als einen, ... der alle Voraussetzungen einer Bevormundung schon länger erfülle".

Wir nehmen zur Kenntnis, dass offensichtlich die Jägerausbildung keine Anforderungen an den Charakter der Kandidaten stellt, sodass ein anonym-grossmauliger, primitiver Zeitgenosse wie "Basse" oder der Hirschquäler aus dem Wallis das Patent auch erwerben konnten.

Bernhard Trachsel

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