What are you looking for?
©

Gefahren für Wildtiere

Weltweit nimmt die Biodiversität rapide ab. Jährlich verschwinden Tierarten mehr oder weniger unbemerkt. Auch in der Schweiz sieht es düster aus: Rund ein Drittel der bei uns bekannten Arten von Wildtieren sind bedroht. Die Ursachen dafür sind oft dieselben, die auch zum Tod oder Leiden einzelner Tiere führen.

  • Lebensraumverlust

    Den Wildtieren fehlt es zunehmend an Platz und geeignetem Lebensraum. Gründe dafür sind die fortschreitende Ausbreitung von uns Menschen und die ungebremste Versieglung sowie Urbanisierung der Landschaft. Auch die Intensivierung der Landwirtschaft trägt ihren Teil dazu bei, indem sie den Lebensraum verarmen lässt und ihn mit Pestiziden beeinträchtigt. Die Lichtverschmutzung ist ein weiteres Problem, dem noch vergleichsweise wenig Beachtung zukommt: Der Landschaft fehlt es an Dunkelheit, das beeinflusst das Leben des Menschen und vieler Arten von Wildtieren auf vielfältige Weise.

  • Fragmentierung

    Neben dem Verlust des Lebensraumes ist auch dessen Zerstückelung ein grosses Problem. Populationen werden voneinander getrennt und der Austausch erschwert oder verhindert. Beim Versuch, sich dennoch auszubreiten, stossen die Wildtiere auf gefährliche Hindernisse wie Zäune und vor allem Strassen, deren Überquerung jährlich zu zahllosen Opfern führt.

  • Nutzungskonflikte

    Der Mensch gestaltet und nutzt die Natur auf vielfältige Art und Weise, sei es beim Joggen, beim Spaziergang mit dem Hund, beim Jagen oder beim Bergsteigen. Dass es dabei zu Konflikten zwischen den Ansprüchen der Menschen und denen der Wildtiere kommt, ist fast unvermeidlich. Umso wichtiger ist es, diese Bereiche zu kennen und zu regulieren. Damit auch die Natur genügend Raum findet und die Wildtiere nicht die Leidtragenden sind.

  • Globale Faktoren

    Globale Probleme und Krisen tangieren fast zwangsläufig auch die Wildtiere der Schweiz. So werden die Auswirkungen des Klimawandels hierzulande immer deutlicher spürbar. Zudem bildet die Einführung invasiver Arten (z. B. des asiatischen Marienkäfers) ein weltweites und noch immer wenig beachtetes Problem. Der unmittelbare Beitrag, den wir in der Schweiz zur Lösung dieser Probleme beitragen können, ist vergleichsweise klein, aber dennoch eminent wichtig.

  • Importe

    Die Schweiz hat im internationalen Vergleich ein fortschrittliches Tierschutzgesetz. Dieses wird aber durch den Import tierschützerisch bedenklicher Produkte untergraben. So tragen wir mit der Einfuhr von Schlangenleder, Kojotenfell oder Meeresfischen ganz unmittelbar zum Leid unzähliger Wildtiere und zur Bedrohung ganzer Arten bei.

We use cookies on our website. If you stay on the website, you agree to the use of cookies. Further details can be found in our data protection declaration (German).

Accept