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Wohin die Reise geht

Der Weg zu einem verbesserten medizinischen Fortschritt heisst Abkehr vom Tierversuch. Davon profitieren gleichermassen Mensch und Tier.

Die Situation der Versuchstiere muss im Hier und Jetzt verbessert werden. Dazu gehört ein faires Bewilligungsverfahren, das auch den Tieren eine Stimme gibt. Schwerst belastende und nutzlose Versuche gehören per sofort verboten.

Den Fortschritt beschleunigen

Viele Voraussetzungen wie vorhandene Alternativmethoden und gesetzliche Vorgaben sind eigentlich schon vorhanden, mindestens ansatzweise. Der Weg ist lang und steinig, ein weltweiter gesellschaftlicher Prozess ist notwendig. Viele Kreise sind gefordert: Hochschulen und Pharmaindustrie, Geldgeber*innen, Gesetzgeber, Behörden, internationale Gremien, Tierschutz, Öffentlichkeit. Damit versuchstierfreie humanrelevante Forschungsmethoden zum neuen Goldstandard werden, sind grundsätzlich zweierlei Massnahmen nötig: Anreize und Verbote.

Anreize

Damit rasch für alle gesundheitsrelevanten Forschungszweige Alternativmethoden bereitstehen und auch im wissenschaftlichen Alltag Einzug halten, kann und muss Folgendes umgesetzt werden:

  • Mehr Forschungsgelder

    Alternativmethoden sind finanziell weit mehr zu fördern, als dies aktuell der Fall ist. Mindestens die Hälfte der Steuergelder, die heute an Tierversuche gehen, soll für versuchstierfreie Methoden reserviert sein.

  • Behördliche Anerkennung

    Nachdem eine neue Alternativmethode sorgfältig entwickelt und breit auf Qualität geprüft (validiert) wurde, ist sie behördlich rasch anzuerkennen und für den Praxiseinsatz freizugeben.

  • Bevorzugung versuchstierfreier Methoden

    Gibt es für eine Fragestellung zwei mögliche Methoden, die Antwort zu finden (mit/ohne Tierversuch), so ist die versuchstierfreie Methode in internationalen Richtlinien und bei behördlichen Entscheiden deutlich zu bevorzugen.

  • Faire Publikationsmöglichkeiten

    Renommierte wissenschaftliche Fachzeitschriften verlangen z.T. Tierversuche oder bevorzugen sie, was unfair ist und die Forscher*innen zu Tierversuchen animiert. Chancengleichheit beim Publizieren wäre ein grosser Anreiz für die Entwicklung von Alternativmethoden.

Verbote

Leider geht es bei stark umstrittenen Themen wie dem Tierversuch nicht ganz ohne Verbote, wenn ein Fortschritt in vernünftiger Zeit erreicht werden soll. Dabei hat es ein totales Tierversuchsverbot, wie es in der Schweiz bereits mehrfach mittels Volksabstimmung angestrebt wurde, jedoch schwer. Erfolgsversprechender und dringend notwendig ist ein beherzter und realistischer Ausstiegs-Fahrplan. Darin werden – in Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik und Tierschutz - Zeiträume und Etappenziele festgehalten, bei deren Erreichung gewisse Tierversuche nicht mehr erlaubt sind.

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