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Wir in der Schweiz können die ausländischen Pelzfarmen nicht stoppen. Das Ziel muss daher sein, den Verkauf von Echtpelz zu bekämpfen. Seit 2014 besteht eine Deklarationspflicht bei Echtpelz über die Produktionsart. So kann sich jede*r Käufer*in bewusst für oder gegen Qualpelz entscheiden, denn Pelz aus tierfreundlicher Produktion existiert nicht.

Da die tierquälerische Gewinnung von Pelz mittels grausamer Käfige oder Fallenfang in der Schweiz verboten ist, wäre ein Import- und Handelsverbot naheliegend. Doch Vorstösse im Parlament scheiterten bisher. Stattdessen wurde eine schweizweite Deklarationspflicht eingeführt, die Transparenz schaffen und freiwilligen Verzicht auf tierquälerische Pelzartikel ermöglichen soll. Diese Pelzdeklarationsverordnung stellt die Grundlage für unsere Kampagne "echt Pelz – echt grausam" dar. Sie genügt aber allein nicht, um die Pelzproblematik zu beseitigen.

Importverbot

Bisherige Versuche, auf politischer Ebene ein Importverbot einzuführen, scheiterten. Der Bund wollte nichts davon wissen und nennt internationale Handelshemmnisse als Grund. Wie eine Studie der Stiftung für das Tier im Recht belegt, sind aber trotz Handelsverträgen Importverbote bei gesellschaftlich-moralischen Vorbehalten möglich. bei gesellschaftlich-moralischen Vorbehalten Importverbote möglich. 
Eine Motion von Nationalrat Matthias Aebischer und eine begleitende Petition sollen dem Importverbot nun zum Durchbruch verhelfen. 

Deklarationspflicht

Seit März 2014 gilt in der Schweiz eine Deklarationspflicht für Echtpelz. Sie verlangt von Schweizer Läden und Onlineshops, dass Tierart, Herkunft und Gewinnungsart, insbesondere Käfighaltung mit Gitterböden sowie Fallenfang, deklariert werden. Seit 2020 muss zusätzlich jeder Artikel gut sichtbar mit "Echtpelz" beschriftet werden. Die Deklarationspflicht soll damit Klarheit schaffen, ob es sich um ein tierquälerisches Produkt handelt. Nur so kann jede Person frei entscheiden, ob sie dieses kaufen will oder nicht. Leider werden Pelzartikel oft falsch oder gar nicht deklariert oder die Leute kaufen sie trotzdem – sei es, weil ihnen das Produkt gefällt oder weil sie die Deklaration gar nicht lesen. Zudem ist es seit 2020 erlaubt, "Herkunft unbekannt" anzugeben. Dadurch können Qualpelze aus China verschleiert werden.

Freiwilliger Verzicht auf Pelzkauf

Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung sind ein möglicher Weg, um ein Bewusstsein für die Tierschutzproblematik zu schaffen und die Leute zum freiwilligen Verzicht auf das Kaufen und Tragen von Echtpelz zu bewegen. In unserem Infoflyer Aktiv gegen Pelz und auf unserer Website legen wir die Tierquälerei schonungslos offen. Wenn Pelzartikel korrekt beschriftet sind, ermöglicht die Deklarationspflicht, Echtpelz zu erkennen. Ansonsten hilft unser Merkblatt Echt – unecht dabei, zwischen Echt- und Kunstpelz zu unterscheiden.

Freiwilliger Verzicht auf Pelzangebot

Modehäuser können dazu beitragen, Qualpelz zu bekämpfen, indem sie aus ethischen Gründen Echtpelz aus dem Sortiment nehmen (Fur Free Retailers). Die Fur Free Alliance ist ein internationaler Zusammenschluss von Tierschutzorganisationen, die sich für freiwilligen Pelzverzicht einsetzen. Die Allianz sorgt dafür, dass jene Unternehmen, die keinen Echtpelz mehr verkaufen, eine Vereinbarung unterzeichnen und sich damit öffentlich zum Verzicht bekennen. Auch wenn die Vereinbarung rechtlich nicht bindend ist, so bedeutet sie doch eine Hürde, weil ein Rücktritt mit Imageverlust einhergeht. In der Schweiz vertritt der Schweizer Tierschutz STS die Fur Free Alliance.

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