Affenversuche in den Medien
 

Primatenversuche schlagen hohe Wellen

Die von Uni und ETH Zürich geplanten schwerst belastenden Primatenversuche haben in den Medien ein grosses Echo hervorgerufen. Ursache war einerseits der an das Verwaltungsgericht weitergezogene Rekurs von drei Tierschutzvertretern der Zürcher Tierversuchskommission gegen diese Versuche. Andererseits war es auch die beispiellose Solidarität von knapp 50 Schweizer Tierschutzorganisationen: Gemeinsam teilten sie dem Zürcher Regierungsrat in einem offenen Brief ihr grosses Bedauern über dessen Entscheid mit.

Die geplanten Primatenversuche sind der höchsten Schweregradstufe zugeordnet, weil es sich um eine langfristige, höchstbelastende Beeinträchtigung handelt. Dieser schweren Belastung der Tiere steht ein ungewisser Nutzen gegenüber – ein Erkenntnisgewinn zur Behandlung menschlicher Erkrankungen ist nicht absehbar. Der Tierversuch ist deshalb unverhältnismässig und letztlich rechtswidrig.

So berichtete das SRF in seinem Nachrichtenmagazin 10vor10 vom 27.01.2016: 

 
Sandra Gloor vom Zürcher Tierschutz und weitere Tierschutzvertreter überbringen dem Regierungsrat (des Kantons Zürich) einen offenen Brief. Claudia Mertens, Tierversuchsexpertin des Zürcher Tierschutz, kritisiert die geplanten Versuche und Neuroinformatik-Professor Valerio Mante verteidigt sie.
 
Das renommierte Max-Planck-Institut in Deutschland führt ebenfalls Affenversuche durch. Nach Kritik in der Öffentlichkeit allerdings nur noch bis Ende 2016.
 
Auch Tele Züri berichtete ausführlich. Zu sehen sind unter anderem Symbolbilder eines Affen im Primatenstuhl. Solche Stühle würden auch bei den Affenversuchen in Zürich eingesetzt. Dabei werden die Köpfe der Affen pro Versuchseinheit während drei Stunden fixiert, was eine sehr grosse Belastung für die Tiere darstellt.
 

Rhesusaffe

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