Verhalten nach Unfall
 

Verhalten nach einem Unfall mit Wildtieren

Unabhängig von der Situation sind die ersten Schritte nach einer Tierkollision immer gleich. Schnell und richtig zu reagieren ist wichtig – doch die eigene Sicherheit hat stets oberste Priorität:

  • An einem sicheren Ort anhalten
    Fahrerflucht ist als pflichtwidriges Verhalten nach einem Verkehrsunfall und/oder Tierquälerei rechtlich strafbar.
  • Warnblinker einschalten
    Ruhig bleiben
    Atmen Sie tief durch und bewahren Sie einen kühlen Kopf.
  • Falls nötig: die Unfallstelle sichern
    Warnweste anziehen und das Pannendreieck mind. 50 Meter (je nach Geschwindigkeitslimit) vor der Unfallstelle aufstellen. 
  • Polizei benachrichtigen
     Bei Wildtieren ist die Polizei (Tel. 117) zu verständigen, welche die entsprechenden Stellen (Jagdaufseher oder örtliche Jagdgesellschaft) aufbietet.
  • Am Telefon: Personalien und Ort sowie den Zustand des Tieres angeben
    Auf Distanz zum Tier bleiben und nicht telefonieren, um für Rückfragen erreichbar zu sein.
  • Vor Ort auf Polizei warten
    Es muss in jedem Fall vor Ort auf die Polizei (bzw. den aufgebotenen Jagdaufseher) gewartet werden. Bei Schäden am Auto erstellt die Polizei bzw. der Jagdaufseher einen Unfallrapport für die Versicherung.

Das weitere Vorgehen ist situationsabhängig:

Verletztes Wildtier:
Wildtiere sind Menschenkontakt nicht gewöhnt und stehen nach einem Unfall meist unter Schock. Nähern Sie sich dem Tier nicht, um es nicht unnötig zu stressen.

Geflohenes Wildtier:
Es muss immer davon ausgegangen werden, dass das Tier verletzt ist. Die Fluchtrichtung des Wildtieres mit gut sichtbarem Objekt (z.B. helles Taschentuch) markieren. Tier nicht verfolgen, auf Polizei bzw. aufgebotenen Jagdaufseher warten.
Tier ist tot:
Den Kadaver, falls möglich mit Handschuhen (wegen Infektionsgefahr), von der Strasse ziehen und auf die Polizei bzw. Jagdaufseher warten. Unter keinen Umständen ein totes Wildtier im Fahrzeug transportieren, da man sich sonst der Wilderei schuldig macht.

 

Verhalten nach einem Unfall mit Haustieren

Unabhängig von der Situation sind die ersten Schritte nach einer Tierkollision immer gleich. Schnell und richtig zu reagieren ist wichtig – doch die eigene Sicherheit hat stets oberste Priorität:

  • An einem sicheren Ort anhalten
    Fahrerflucht ist als pflichtwidriges Verhalten nach einem Verkehrsunfall und/oder Tierquälerei rechtlich strafbar.
  • Warnblinker einschalten
  • Ruhig bleiben
    Atmen Sie tief durch und bewahren Sie einen kühlen Kopf.
  • Falls nötig: die Unfallstelle sichern
    Warnweste anziehen und das Pannendreieck mind. 50 Meter (je nach Geschwindigkeitslimit) vor der Unfallstelle aufstellen.
  •  Polizei bzw. Tierbesitzer benachrichtigen
    Ist bei Haustieren nicht bekannt, wem sie gehören, muss umgehend die Polizei (Tel. 117) informiert werden, selbst wenn das Tier geflohen ist.

    Achtung: Sind Schäden am Fahrzeug entstanden, ebenfalls die Polizei anrufen und einen Unfallrapport für die Versicherung verlangen.

    Am Telefon: Personalien und Ort sowie den Zustand des Tieres angeben
    Nicht telefonieren, um für Rückfragen erreichbar zu sein.

Das weitere Vorgehen ist situationsabhängig:

Verletztes Haustier

Auch zahme Tiere können aufgrund von Schmerz und Stress zubeissen oder kratzen.
Ist das Tier aggressiv, auf Distanz gehen und, falls noch nicht geschehen , die Polizei  informieren. Für schwer verletzte Tiere oder solche mit klaren Rückenverletzungen gilt:
- liegen lassen

- Polizei (117) abwarten und im Raum Zürich zusätzlich den Tierrettungsdienst (044 211 22 22) anrufen.

Leicht verletzte Tiere sollten wie folgt aus der Gefahrenzone gebracht werden (wegen Infektionsgefahr, wenn möglich Handschuhe tragen):

- Tier auf Decke legen
Ist das Tier ruhig und zutraulich, eine Decke unter dem Tier durchziehen, um es schonend aufheben zu können.
- Tier von der Strasse tragen
Schwere Tiere mit Hilfe der Decke von der Strasse wegziehen. Kleinere, leichte Tiere wie folgt hochheben:

  • Hunde: Mit einer Hand unter dem Brustkorb hindurch die Vorderbeine ergreifen und mit der anderen Hand um die Hinterbeine und die Rute herum in die beiden Kniekehlen greifen.
  • Katzen: Über widerspenstige Tiere eine Decke werfen und sie darin eingewickelt hochheben. Ansonsten mit einer Hand den Nacken ergreifen und mit der andern das Hinterteil stützen.
 
Bild: www.wikihow.com
Bild: www.wikihow.com
 

- Polizei (bzw. Tierrettungsdienst) abwarten oder selber in die Tierklinik fahren?
Leicht verletzte Tiere kann man in Absprache mit der Polizei bzw. dem Tierbesitzer selber in eine Tierklinik bringen, sollte sich jedoch vorab telefonisch anmelden. Um plötzliche Bissattacken zu verhindern, gegebenenfalls das Maul des Tieres mit einer Mullbinde oder Ähnlichem zubinden.
Falls Sie auf die Polizei bzw. den Tierrettungsdienst warten: Tier anbinden, bis Hilfe kommt, damit es nicht erneut auf die Strasse läuft.

Geflohenes Haustier:
Die Fluchtrichtung des Tieres mit gut sichtbarem Objekt (z.B. helles Taschentuch) markieren und auf Polizei warten.

Tier ist tot:
Den Kadaver, wenn möglich mit Handschuhen (wegen Infektionsgefahr), von der Strasse ziehen und auf die Polizei warten.

 
© unsplash
 

Wichtige Notfallnummern:

Polizei 117

Tierrettungsdienst (nur Raum Zürich) 044 211 22 22