Bilanz Pelzkampagne 2014/2015
 

Kampagne «echt Pelz – echt grausam»

Zwischenbilanz Februar 2015

 

Der Zürcher Tierschutz hat in einer Pressemitteilung vom 18.11.2014 und im gleichentags erschienenen Kassensturz-Beitrag verschiedene Unternehmen aufgrund der zahlreichen Deklarationsmängel beim Pelzangebot hart kritisiert. In einer ersten Bilanz stellen wir die bisherigen Ergebnisse der Kampagne «echt Pelz – echt grausam» vor. Soviel vorab: Es sind einige Erfolge zu verbuchen, aber viele Unternehmen beharren auf ihrer grausamen Pelzpolitik.

 

Auch im neuen Jahr zu viele Deklarationsmängel

In unserer Zwischenbilanz finden Sie eine detaillierte Bewertung der von uns untersuchten Modehäuser. Die ersten Ergebnisse unserer Pelzkampagne wurden auch in der Pressemitteilung vom 2. März 2015 publiziert. Sie zeigt: die Modehäuser sind mit der Umsetzung der Pelzdeklaration überfordert. Der Zürcher Tierschutz unterstützt daher die Petition für ein Importverbot für tierquälerisch hergestellte Pelzprodukte.

 

Globus

Das Unternehmen zeigte sich gesprächsbereit und  will künftig auf Pelze aus Käfighaltung verzichten. Bisher hat Globus aber noch keinen definitiven Verzicht auf Echtpelz signalisiert. Wieso greift die Migros nicht durch und beweist ethisches Bewusstsein im ganzen Konzern?

 

Jelmoli

Jelmoli wurde vom Zürcher Tierschutz aufgrund der äusserst zahlreichen Deklarationsmängel hart kritisiert. Das nach eigenen Angaben innovativste Warenhaus der Schweiz sieht nur den Profit. Jelmoli schreibt, sie würden am bestehenden Pelzangebot festhalten, «weil die Nachfrage nach Pelz vorhanden ist und daher einem Marktbedürfnis entspricht». Jelmoli ist mit seinem riesigen Pelzangebot punkto Deklaration überfordert, wie eine erneute Stichprobe im Januar 2015 zeigte.

 

PKZ Men & Women

Auch PKZ schnitt in der Recherche des Zürcher Tierschutz äusserst schlecht ab. Künftig will PKZ bei der Eigenmarke «Paul / Paul Kehl» keinen Echtpelz mehr verwenden. Wir begrüssen den Entscheid, die Eigenmarken pelzfrei zu machen. Zugleich fordern wir PKZ auf, sein ganzes Unternehmen von tierquälerischen Pelzprodukten zu befreien. Blue Dog, eine Marke von PKZ, ist bereits heute «fur free».

 

Charles Vögele

Das internationale Unternehmen ist im Februar 2015 dem «fur free retailer program» beigetreten. Dies ist eine klare Botschaft, auch in Zukunft bewusst auf Echtpelz zu verzichten - den Tieren zuliebe. Bravo! Wir gratulieren Vögele zu diesem Entscheid!  

 

Mode Bayard

Das Grossunternehmen, zu dem auch Modehausketten wie Wartmann oder Krause zählen, hat bereits vor Saisonbeginn 2014 den Ausstieg aus dem Echtpelzgeschäft beschlossen. Ab Januar 2015 wird kein Echtpelz mehr zugekauft. Das Unternehmen nimmt damit eine Umsatz-Einbusse von 1-2% in Kauf, erachtet dies aber als vertretbar. Bravo, das ist echter Tierschutz!

 

Modissa

CEO Kuhn ist offen für Tierschutzanliegen und hat in einem ersten Schritt tierquälerische Pelzprodukte durch Schweizer Rotfuchs ersetzt. Modissa sei aktiv auf der Suche nach weiteren, tierschützerisch vertretbaren Lösungen. Der Zürcher Tierschutz begrüsst diesen Schritt, betont jedoch, dass ein vollständiger Verzicht auf Echtpelz das Ziel sein muss. Denn die Fuchsjagd lässt sich aus wildbiologischer Sicht nicht rechfertigen.

 

Zürcher Tierschutz fordert «fur free»

Die renommierten Modehäuser sollen sich klar von Echtpelz distanzieren. Dies gilt auch für jene Unternehmen, die zur Zeit keinen Echtpelz führen, sich aber nicht auf der «fur free»-Liste eintragen lassen und dadurch ein Hintertürchen offen halten wollen (z.B. Manor).

Qualitätsbewusste Unternehmen verzichten freiwillig auf den Profit mit tierquälerischem Echtpelz und kommunizieren dies öffentlich, indem sie dem Fur Free Retailer Program beitreten. Alles andere ist ethisch nicht vertretbar!

 

 

 

Pelzfrei!

Pelzkampagne 2014
© pelzinfo.ch

Informationen rund um das Thema Pelz finden sich unter www.pelzinfo.ch

     

   
Fur free Label