Jagdschutz-Verordnung
 

Keine Besserung auf Verordnungsebene


Im Hinblick auf die Abstimmung zum Jagdgesetz hat der Bundesrat am 8. Mai bereits einen Entwurf für die überarbeitete Jagdverordnung (JSV) vorgelegt. Damit möchte er noch vor der Abstimmung die Umsetzung aufzeigen und dabei auch gleich die Kritikpunkte zum gelockerten Schutz der Wildtiere entschärfen. Insbesondere letzters gelingt aber nicht. Zwar werden beispielsweise die Bedingungen für die Regulation des Wolfs präzisiert, das Jagdgesetz wird dadurch aber nicht besser.

Weil...
...der verminderte Artenschutz und mangelhafte Tierschutz bestehen bleiben.
...der Abschuss des Wolfes einfacher wird, Regelung hin oder her.
...gleichzeitig der Abschuss von Biber und Schwan erleichtert wird.
...der Schutz von Schwalbe und Segler ohne Grund geschwächt wird.
...Verordnungen deutlich einfacher und schneller geändert werden können als Gesetze.
...somit nach der Abstimmung weitere Tierarten auf der Abschussliste landen können.

Das BAFU führt auf Verordnungsstufe also fort, was schon im Parlament gang und gäbe war: Eine Slalomfahrt, ein Hin- und Her und zig Versuche, ein missratenes Gesetz am Schluss noch aufzuhübschen. Funktionieren tut's auch diesmal nicht. Hier eine erste Stellungnahme des nationalen Trägervereins.

Foto: Adobe Stock

 

Weitere Informationen

Stellungnahme des nationalen Trägervereins zu den Änderungen der Jagdschutzverordnung JSV.

Zur Webseite des Trägervereins "Missratenes Abschussgesetz - Nein!"