NEIN zum neuen Jagdgesetz
 

NEIN zum revidierten Jagdgesetz

Update: Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wurde die Abstimmung vom 17. Mai 2020 verschoben. Das neue Datum steht noch nicht fest, als wahrscheinlich gilt ein Termin Ende September.

2020 stimmen wir über das revidierte Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (kurz Jagdgesetz oder JSG) ab. Natur- und Tierschutzorganisationen hatten das Referendum ergriffen, weil die im Parlament beschlossene Revision den Artenschutz ausgehöhlt.

Auch aus Sicht des Tierschutzes gibt es (zu) wenige Verbesserungen. Darum setzt sich auch der Zürcher Tierschutz vehement für ein NEIN ein. Gründe, das "Abschuss-Gesetz" abzulehnen, gibt es leider viele:

Tiere auf Vorrat abschiessen? NEIN
Geschützte, sogenannt regulierbare Tiere dürfen neu abgeschossen werden, noch bevor sie Schaden angerichtet haben. Präventive Schutzmassnahmen (wie Zäune oder Herdenschutzhunde) sind nicht verlangt. Das Tier darf also geschossen werden, einfach nur weil es da ist.

Artenschutz der Willkür aussetzen? NEIN
Die Kantone dürfen zukünftig selbst über den Abschuss der Tiere entscheiden. Der Bund muss von den Kantonen nur noch angehört werden. Die Verantwortung für den Artenschutz sollte aber wie bisher beim Bund bleiben.

Weiterhin Baujagd betreiben? NEIN
Die Baujagd auf Füchse und Dachse ist unnötig, tierquälerisch und gefährlich; für den Hund und für den Fuchs. Darum gehört sie endlich verboten. Im revidierten Jagdgesetz bleibt sie aber erlaubt.

Bedrohte Arten bejagen? NEIN
Arten wie Feldhase, Birkhahn, Schneehuhn und Waldschnepfe sind in der Schweiz bedroht, dürfen aber unverständlicherweise weiterhin geschossen werden. In Zeiten, in denen unsere Biodiversität unter Druck steht, ein völlig falsches Signal.

Fehlschüsse in Kauf nehmen? NEIN
Bewegungsjagden beispielsweise auf Wildschweine, sollten zahlenmässig auf das notwendige Minimum beschränkt werden. Denn hier ist die Gefahr von Fehlschüssen besonders gross. Zudem sorgen sie im ganzen Wald für Unruhe. Eine solche Regulierung fehlt aber weiterhin.

Geschütze Tierarten gefährden? NEIN
Geschützte Tierarten wie Biber, Luchs, Fischotter, Graureiher oder Höckerschwan können vom Bundesrat nun jederzeit und eigenmächtig auf die Liste der regulierbaren Arten gesetzt werden. Der Schutz dieser Tiere darf aber nicht verwässert werden.

Helfen Sie mit, dieses Abschuss-Gesetz zu verhindern und legen Sie ein NEIN in die Urne. Luchs, Biber, Feldhase und Co. danken es Ihnen!
Weitere Infos finden Sie auf der offiziellen Seite des Trägervereins (siehe Kasten rechts).

 

Verantwortung

Aktuelles zur Jagd in der Schweiz
 

Weitere Informationen

Zur Webseite des Trägervereins "Missratenes Abschussgesetz - Nein!"

Beurteilung der geplanten Änderungen durch die Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie.