Fortschritt beim Zürcher Jagdgesetz
 

Kantonsrat sagt ja zu mehr Tierschutz

Am 26. Oktober 2020 hat der Zürcher Kantonsrat in einer ersten Lesung über die Revision des kantonalen Jagdgesetzes beraten. Erfreulicherweise folgt er in den meisten Punkten den Vorschlägen der vorberatenden Kommission und führt dringend nötige Verbesserungen für den Schutz der Wildtiere ein. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Die nicht mehr zeitgemässe und tierquälerische Baujagd wird verboten.
  • Die Zahl der Bewegungsjagden kann eingeschränkt und damit die Anzahl Fehlschüsse und Störungen reduziert werden.
  • Der Konsum von Alkohol während der Jagd wird verboten.
  • Für Hunde gilt zwischen Anfang April und Ende Juli Leinenpflicht im Wald und am Waldrand. Das ist für die Hundebesitzer und deren Vierbeiner ein Nachteil, für die Wildtiere aber wegen der Brut- und Setzzeit äusserst wichtig.
  • Die Baudirektion kann Wildschongebiete, Wildkorridore und temporäre Wildruhezonen definieren.
  • Gefährdete Arten wie der Feldhase und die Waldschnepfe dürfen nicht mehr bejagt werden.

Ganz alles ist dann aber doch nicht gut. So bedauert der Zürcher Tierschutz beispielsweise, dass weiterhin auf (scheinbar) verwilderte Katzen geschossen werden darf. Trotzdem bedeutet das Jagdgesetz in dieser Form einen höchst erfreulichen Fortschritt. Verbesserungen im Tier- und Artenschutz hatte der Zürcher Tierschutz bereits während der Vernehmlassung gefordert - und dies erwarten wir nun auch auf nationaler Ebene.

Noch ist das Gesetz nicht offiziell verabschiedet. Das geschieht in knapp vier Wochen anlässlich der zweiten Lesung.

Links:
Unser Vernehmlassungstext (2017)