Tiere und Feuerwerk
 

... die Knallerei schadlos überstehen

Jedes Jahr stellt sich für den sorgsamen Tierhalter die gleiche Frage: Wie und wo verbringe ich mit meinen Haustieren den Bundesfeiertag. Viele Tierbesitzer packen ihre Tiere ein und „fliehen“ ins nahe Ausland oder in die meistens feuerswerksfreien Berge. Die folgenden Tipps können helfen, dass gestresste Haustiere den 1. August so ruhig wie möglich überstehen können, wer der Knallerei weder ausweichen kann noch möchte.

Tiere sind vom Feuerwerk fernzuhalten

Wer kennt es nicht: Hecheln, Sabbern, Zittern... Viele Haustiere reagieren unsicher und gestresst auf Feuerwerk. Meistens verstärken sich die Stressanzeichen, wenn die Tiere älter werden. Dies zum einen durch Lernerfahrung wohl aber auch durch die altersbedingte Veränderung des Gehörs. Da sowohl Geräusche wie auch die Lichteffekte von Feuerwerk Angstreaktionen bei den Tieren auslösen können, sollten Haustiere an diesen Tagen am besten im Haus bzw. im Stall gehalten werden. Es bietet sich an den Aufenthaltsort des Tieres abzudunkeln und allenfalls zur Beruhigung den Fernseher oder das Radio laufen zu lassen. Hunde sollten vor dem Eindunkeln zum Versäubern ausgeführt werden. Damit das Tier bei einem allfälligen Knall nicht entweichen kann, muss der Hund mittels gut sitzendem Halsband oder Brustgeschirr und Leine gesichert werden.

Trösten oder nicht?

Die meisten gestressten Tiere verkriechen sich oder suchen die Nähe des Besitzers. Übermässiges Eingehen auf die Angstreaktion sollte vermieden werden, jedoch ist es wichtig, dem Hund oder der Katze Sicherheit und Ruhe zu vermitteln. Es kann helfen das Tier mit Worten oder Streicheln zu beruhigen. Übrigens je entspannter der Besitzer, desto eher beruhigt sich auch das Tier.

Beruhigungsmittel richtig einsetzen

Notfalltropfen, pflanzlichen Beruhigungsmittel oder Beruhigungs-Shirts können den Tieren individuell helfen mit ihrem Stress besser umzugehen. Besonders ängstliche Tiere kann man auch medikamentös mit angstlösenden Präparaten oder sogenannten Sedativa behandeln. Diesbezüglich sollte man sich bereits im Vorfeld beim Tierarzt beraten lassen und sich die entsprechenden Medikamente besorgen. Es muss dringend davon abgeraten werden, irgendwelche Produkte ohne vorgängige Beratung anzuwenden oder den Tieren gar eigene Beruhigungsmittel zu verabreichen.

Was ist zu tun, wenn trotzdem ein Tier verloren geht?

Sollte es jedoch trotzdem passieren und ein Haustier wird vermisst, ist dies umgehend per Onlineformular oder telefonisch 0900 848 820 bei tierdatenbank.ch zu melden. Informieren Sie Ihre Nachbarn, kontaktieren Tierärzte in Ihrer Umgebung und melden den Verlust zusätzlich bei der örtlichen Polizei.

 

Gut geschützt

bunt gefärbte Ostereier
© Cindy Hughes/ fotolia.com
 

Weitere Info

> Flyer "Angst und Panik durch Feuerwerk"

 

> Melden und Suchen von vermissten Tieren unter tierdatenbank.ch