Werden Sie kritisch

zwei Mäuse
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Tierfreundliche Kosmetik

 

 

 

Denkanstösse
 

Fortschritt ja - aber nicht zu jedem Preis

Tierversuche abzulehnen heisst nicht, gegen medizinischen Fortschritt zu sein. Auch wenn dies immer wieder so ausgelegt wird. Vielmehr widerspiegelt es die Überzeugung, dass Fortschritt nicht um den Preis von immensem Tierleid erreicht werden darf. Forschende und die Pharmaindustrie konfrontieren Tierversuchsgegner gerne mit der Frage, für wessen Wohl sie sich im kritischen Moment entscheiden würden: dasjenige ihres kranken Kindes oder jenes einer Maus. Das ist eine gemeine „Killer-Frage“ denn ein Entweder-Oder gibt es gar nicht. Fortschritt ist auch ohne Tierversuche möglich.

 

Sicherheit und Gesundheit dank Tierversuchen?

Tierversuche sollen uns vor den Risiken von Medikamenten und anderen Stoffen wie zum Beispiel Haushaltschemikalien schützen. Mit Tierversuchen sollen auch neue Therapien und Operationstechniken entwickelt werden. Diese wiegen uns jedoch nur in einer vermeintlichen Sicherheit. Denn: Eine Maus ist kein Mensch. Immer wieder gibt es deshalb Schlagzeilen über Medikamente, die im Tierversuch zwar keine schädlichen Nebenwirkungen gezeigt haben, im menschlichen Körper jedoch Verheerendes anrichten. Das prominenteste Beispiel dafür ist wohl der Contergan-Skandal aus den frühen 60-er Jahren. Ein Beispiel jüngeren Datums ist der Skandal um den Schmerzkiller und Entzündungshemmer Vioxx, der 2004 wegen schwerwiegender Nebeneffekte vom Markt genommen werden musste.

 

Was kann jeder einzelne tun?

Im Gegensatz zum Fleischkonsum, bei dem der Konsument die Wahl hat und Tierleid vermeiden kann, haben wir bei Tierversuchen nur sehr begrenzte Möglichkeiten. Sei es die Farbe des Teppichs oder der Kunststoff des Computergehäuses – alles wird in gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuchen getestet. Ein Leben in unserer modernen Gesellschaft ist so eng mit Tierversuchen verbunden, dass es unmöglich ist, sich in diesem Thema gänzlich schadlos zu halten. Es macht auch nicht viel Sinn, die Einnahme eines benötigten Medikaments zu verweigern, denn es würde keinem einzigen Tier helfen.

 

Bei Kosmetikartikeln hat der Konsument jedoch eine Wahl. Informieren Sie sich darüber, welche Firmen ohne Tierversuche arbeiten und kaufen Sie nur dort ein. Hilfreiche Listen finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite.

 

Signale setzen

Gerade weil so vieles in unserem Alltag an Tieren getestet wird, ist es wichtig, Signale zu setzen. Dies kann in Form des Einsatzes für Gesetzesänderungen sein, aber auch im ganz persönlichen Umfeld. Machen Sie Familie und Bekannte auf die Problematik aufmerksam. Klären Sie vor allem auch darüber auf, dass der Verzicht auf Tierversuche kein Verzicht auf Sicherheit und medizinischen Fortschritt bedeutet. Informieren Sie sich ausführlich, damit Sie überzeugend argumentieren können. Dabei können Ihnen auch die Links in der rechten Spalte dieser Seite helfen.

 

Wie bei so vielen Missständen, beginnt auch beim Thema Tierversuch die Verbesserung in den Köpfen einzelner Menschen.