Prinz der Lüfte

Bartgeier
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Wildtiermonografie Bartgeier
 

Absolute Sonderklasse

150 Bartgeier leben momentan im gesamten Alpenraum. In der Schweiz sind sie vornehmlich im Engadin und im Calfeisental zu Hause. Dank intensivem Tier- und Artenschutz konnte der grösste Brutvogel der Schweiz wieder angesiedelt werden. Habgier und Aberglaube hatten „den Prinzen der Lüfte“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgerottet.


Die eindrückliche Spannweite des ausgewachsenen Bartgeiers kann nahezu drei Meter betragen. Seine auffällige, prachtvolle Erscheinung erinnert mehr an einen Adler als an einen Geier. So wird er auch öfters mit dem Steinadler verwechselt. Aufmerksame Beobachter erkennen jedoch den typischen keilförmigen und sehr langen Schwanz, wenn der Vogel elegant auf seinem stundenlangen Streifzug nach Nahrung durch die Lüfte segelt.


Das Fressen von Knochen toter Tiere als Nahrungsnische. Allen Geiern ist das Aasfressen gemeinsam. Der Bartgeier jedoch hat sich auf den Verzehr von Knochen spezialisiert. Zerkleinert werden diese indem der Kadaver aus der Luft auf einen Felsen, die sogenannte Knochenschmiede, fallen gelassen wird. Stücke bis zu 25 Zentimeter Länge werden aufgenommen, passieren den speziell verstärkten Schlund und werden durch hochkonzentrierte Säure im Magen verdaut.


Der Zürcher Tierschutz unterstützt die Bestrebungen den fälschlicher- weise als „Lämmergeier“ gejagten Vogel wieder anzusiedeln und seinen Lebensraum zu erhalten. Die Wildtiermonografie „Absolute Sonderklasse – Bartgeier segeln wieder über die Alpen“ zeigt eindrücklich die Schönheit dieser Tiere. Der Winterthurer Zoologe Christian Speich erzählt die Geschichte des Bartgeiers auf gewohnt unterhaltsame Art und sensibilisiert für eine Tierart, welche verfolgt und ausgerottet wurde. Nur dank hartnäckigen Tierschutz konnte er in seinem angestammten Lebensraum wieder heimisch werden.


„Absolute Sonderklasse“ ist nicht im Handel erhältlich. Die Broschüre kann beim Zürcher Tierschutz bestellt werden (Tel. 044 261 97 14 oder info@zuerchertierschutz.ch).