Heimlich, flink und verspielt

© C. Mertens
 

Engagement Zürcher Tierschutz

Der Zürcher Tierschutz engagiert sich auf verschiedene Arten für Fischotter: 2004 hat er den Bau der Fischotteranlage in Sihlwald mitfinanziert, aktuell finanziert er die 3-jährige Dissertation von Irene Weinberger sowie den Newsletter von Pro Lutra.

 

Unsere Fischotterbroschüre 

 

 

Unser kleines Fischotterfilmli

 
Vereinsleben
 

Mitgliederausflug 2011 – Erlebnis Fischotter

Mitglieder des Zürcher Tierschutz trafen sich am 25. Juni zum jährlichen Ausflug mit ihrem Verein. Ziel war der Wildnispark Zürich, das schöne Naherholungsgebiet an der Sihl; Thema waren die Fischotter, welche beim Besucherzentrum in Sihlwald ein artgerechtes Gehege bewohnen. Zusätzlich zur Beobachtung der attraktiven und wendigen Tiere gaben die Fischotterspezialisten Christian Buchli und Irene Weinberger ihr Wissen und ihre persönlichen Erfahrungen zu diesem heimlichen Wildtier weiter. Wie es sich für einen schönen Ausflugsnachmittag gehört, wurde der Anlass mit einem feinen Apéro abgerundet.

 

Wussten Sie?

  • dass Fischotter semi-aquatische Tiere sind, die sowohl im Wasser als auch an Land leben?
  • dass sie hochgradig anpassungsfähig und daher weit verbreitet sind?
  • dass sie aber ausgerechnet in der Schweiz mit ihren vielen Gewässern seit 1989 ausgestorben sind?
  • dass es in jüngerer Zeit Hinweise gibt, dass sie ohne Zutun des Menschen wieder in der Schweiz heimisch werden könnten (Einwanderung aus Westen über Hoch-Savoyen und aus Osten über Österreich)?
  • dass Brücken diejenigen Orte sind, bei denen man – bei Vorhandensein - am ehesten Fischotter, meistens jedoch „nur“ deren Spuren entdecken kann (Trittsiegel, Kotmarken)?
 

Die Lebensgrundlage muss stimmen!

Warum der Fischotter ausgerechnet in der Schweiz ausgestorben ist, weiss man bis heute nicht. Zwar gibt es verschiedene Theorien (Bejagung, Giftrückstände in der Nahrung, Nahrungsmangel), aber keine konnte schlüssig bewiesen werden. Sollen Fischotter dereinst wieder heimisch werden, sollte man zu deren Schutz wissen, was für ihr Aussterben verantwortlich war und welche Umweltbedingungen für Fischotter lebensentscheidend sind. Denn wenn die Lebensgrundlage nicht stimmt, kann ein Tier nicht auf Dauer heimisch werden.

 

Forschungsergebnisse sind gefragt

Ein Forschungsteam in Österreich – mit von der Partie unsere Referentin Irene Weinberger – ist daran herauszufinden, wo und wie die dortigen Fischotter leben und wie ihr Lebensraum aussieht. So lässt sich „ausrechnen“, was Fischotter antreffen resp. nicht antreffen sollten, wenn sie von sich aus in die Schweiz einwandern.