Ausflug ins Zürcher Weinland

Die "Greifvogelgruppe" wartet auf Einlass
 
Kaspar Hitz zeigt die Eule Frieda
Käfige für kranke Greifvögel
Zerstörter Biberdamm, der Stausee ist leer
Neu angelegter Stausee
 

© alle Bilder: B. Trachsel

 

 

Wussten Sie?

Der Zürcher Tierschutz unterstützt sowohl die Greifvogelstation in Berg am Irchel als auch ein Ausland-Projekt der Stiftung PanEco (Schutz der Orang-Utans in Indonesien).

 

 

 

Zu Besuch in der Greifvogelstation in Berg am Irchel
 

Interessantes und Erstaunliches in nächster Nähe

Greifvögel haben eine magische Anziehungskraft. Daher war es nicht verwunderlich, dass der Andrang bei der diesjährigen Mitgliederveranstaltung am 29. Mai im Greifvogelpark im Berg am Irchel gross war.

 

Die Greifvogelstation

Hauptziel der Veranstaltung war die seit 1956 bestehende Greifvogelstation der Gründerin Veronika von Stockar. Diese Attraktion wurde den Besuchern durch Kaspar Hitz vorgeführt, dem heutigen Leiter der Greifvogelstation. Als engagierte Pionierin hatte Frau von Stockar in enger Zusammenarbeit mit dem Zürcher Tierspital und der Vogelwarte Sempach ein in der Schweiz einzigartiges Kompetenzzentrum für Greifvogelpflege aufgebaut. Rund 3000 Vögel hat sie gepflegt, dokumentiert und die meisten wieder rehabilitiert in Freiheit entlassen.

 

2008 wurde die idyllisch gelegene Station in die Stiftung PanEco integriert und wird seitdem von Kaspar Hitz geleitet. Der begeisterte Ornithologe legte uns seine spezielle Arbeit in all ihren Facetten anhand eines Diavortrags dar. Unter anderem erklärte er, warum er uns nur Frieda, eine ältere und menschen-gewohntere Eule direkt zeigen könne: aus Rücksicht auf die Vögel nämlich, die sich als Wildtiere durch Menschen schnell stressen lassen. Diese Erklärung leuchtete "uns Tierschützern" natürlich ein. Die Ausführungen von Herrn Hitz waren auch ohne lebende Greifvögel so spannend, dass dieser Nachmittag für bleibende Erinnerungen sorgte.

 

Biber in der Umgebung

Da der Platz in der Station für so grosse Gruppen zu klein war, haben unsere engagierten Gastgeber zwei Gruppen gebildet und zwei verschiedene Themen angeboten: Greifvögel und Biber. Jede Gruppe konnte nacheinander bei beiden Themen mitmachen, was den Ausflug doppelt reichhaltig machte.

 

Einst in der Schweiz ausgerottet (Fell und Fleisch waren früher sehr begehrt), wurden zwischen 1957 und 1977 141 Biber ausgesetzt. Diese Ursprungspopulation hat sich bis 2008 auf rund 1800 Tiere erhöht, was sehr erfreulich ist.

 

Vor einigen Jahren hat ein vermutlich vom Rhein eingewanderter Biber an einem Bach in Fussmarsch-Nähe zur Greifvogelstation sein Domizil erbaut. Dieses wurde der jeweiligen "Biber-Gruppe" durch Petra Zajec, der Leiterin des Umweltzentrums NeulandWeinland, gezeigt. Gleichzeitig konnte man von ihr viel Wissenswertes über diesen Biber sowie Biber im Allgemeinen erfahren und sogar ertasten.

 

Der grosse Staudamm "unseres" Bibers hielt diesem Frühjahr den dauernden Regenmassen nicht stand und brach kurze Zeit vor unserer Besichtigung entzwei. Das von ihm aufgestaute "Seeli" ergoss sich daraufhin in den Keller des nahegelegenen Guthofes, was dessen Bewohner zum Glück mit Verständnis aufnahmen. Die Ausmasse des ehemaligen Teichs konnten aufgrund der verbliebenen Schlammhöhe gut erkannt werden. Der scheue Biber, vermutlich ein Männchen, das noch keine Partnerin gefunden hat, liess sich nicht blicken. Er hat seine Bauarbeiten einige Meter bachaufwärts verlegt, was wiederum gut sichtbar war.

 

Hier kann man in schönster Landschaft Wissen abholen

Als offizieller Lernort des Kantons Zürich steht die Greifvogelstation, ein Projekt der Stiftung PanEco, für Besuche und Exkursionen auf Anfrage gerne zur Verfügung.

 

Auch das Umweltbildungszentrum NeulandWeinland, welches sich gleich neben der Greifvogelstation befindet, hat viel zu bieten, speziell auch für Kinder und Jugendliche.

 

Nähere Informationen finden sich unter www.paneco.ch oder www.neulandweinland.ch.