Bisher kaum geschützte Tiere

Ziege und Schaf (im Hintergrund)
© G. Trachsel

 

Positiv an der neuen Tierschutz-verordnung ist die Berücksichtigung von bisher kaum geschützten Tieren wie Ziegen und Schafen.

 

Für Nutztiere und Wildtiere in Gefangenschaft fehlen aber wirkliche Verbesserungen.

 

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Zürcher Tierschutz zur neuen Tierschutz-verordnung.

 

 

 

Tierschutz mit Luecken
 

Die neue Tierschutzverordnung

Im September 2008 trat die revidierte Tierschutzverordnung zusammen mit dem bereits Ende 2005 verabschiedeten Tierschutzgesetz in Kraft. Der Bundesrat will damit den Tierschutz auf eine neue Grundlage stellen und setzt künftig auf gut informierte Tierhaltende. Durch die Verpflichtung zur Aus- und Weiterbildung sollen alle, die Tiere halten und nutzen, über deren Bedürfnisse Bescheid wissen.

 

Aus Tierschutzsicht ein richtiger Ansatz, denn nur wer Tiere kennt, kann sie schützen, für ihr Wohlbefinden sorgen und Missstände vermeiden oder beseitigen. Leider wird die Aussicht auf ein verbessertes Tierwohl auch getrübt, denn es wurden wiederum gewisse wirtschaftliche Interessen unverhältnismässig gewichtet.

 

In der Ausgabe Januar 2009 der Grünzeit, einer Publikation von Grün Stadt Zürich, haben wir aus unserer Sicht eine Kurz-Beurteilung des aktuellen Gesetzeswerkes vorgenommen. Speziell wird darin auch auf die Neuerungen im Bezug auf die Hundehaltung eingegangen, was gerade auch für das Zusammenleben von Mensch und Hund in der Stadt wichtig ist.

 

Positiv ist die Berücksichtigung von bisher kaum geschützten Tieren wie Pferden, Schafen, Ziegen, Katzen oder Fischen. Negativ fällt die Tatsache ins Gewicht, dass sowohl unsere Nutztiere als auch die Wildtiere in Gefangenschaft nicht von wirklichen Verbesserungen profitieren dürfen.