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25.10.2010

Wolf auf Brunos Spuren

Seit Anfang dieses Jahres erhitzt im Bayrischzeller Gebiet in Oberbayern ein Wolf die Gemüter. Wie damals der Bär Bruno hat auch er bereits die Bezeichnung "Problemwolf" erhalten. Ein Name, der eigentlich einen Platz auf der Abschussliste garantiert. Nun darf der Wolf aber zumindest über den Winter bleiben. Wie der Präsident des bayerischen Landesamtes für Umwelt, Albert Göttle, in Bayrischzell mitteilte, soll während den nächsten Monaten über den Umgang mit dem Raubtier beraten werden.


Nachdem der Wolf seit dem letzten Dezember 21 Schafe und daneben auch Rotwild gerissen hat, haben die Schafzüchter ihre Tiere frühzeitig von den Bergweiden geholt. Im nächsten Sommer wollen sie neue Strategien im Herdenschutz ausprobieren. Neben diesen Bemühungen um Koexistenz gibt es aber auch in Oberbayern Stimmen, die den Abschuss fordern. Das Argument, die topografischen Begebenheiten seien nicht mit den Gebieten in Europa vergleichbar, in denen das Zusammenleben mit den Wölfen funktioniert, erinnern doch sehr an gewisse Leute aus dem Wallis. Hoffen wir, dass man in Oberbayern erkennt, dass die einzige Lösung darin besteht, mit dem Wolf leben zu lernen.


Barbara Schnüriger

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