Zürcher Tierschutz 
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Tierschutzlaien?
Endlich wird das eigentliche Thema hinter dem Fall Vasella doch noch aufgegriffen. Verschiedene Zeitungen fragen nach den Hintergründen der Anschläge und setzen sich mit dem Thema Tierversuche auseinander. So im Tagesanzeiger vom vergangenen Montag, wo Felix Maise sozusagen mit der Taschenlampe in die "Dunkelkammern der Tierlabors" leuchtet. Er bringt eine bedeutende Problematik auf den Punkt: Die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit eines Tierversuchs wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit und zum grossen Teil von den Forschern selbst beantwortet. Damit wird der Bock zum Gärtner gemacht; der Forscher ist offenbar nicht nur ein Spezialist für sein Forschungsgebiet, sondern er sieht sich wie selbstverständlich in der Lage, die Frage nach der Ethik - natürlich vollkommen objektiv - zu beantworten.
Der Artikel von Felix Maise ist in einem einzigen, aber wichtigen Punkt nicht ganz objektiv: Sein Mitgefühl für die armen Tierschutzlaien, die der "geballten Sachkompetenz der Wissenschafter" nichts entgegensetzen können, ist nicht nachvollziehbar. Tatsache ist, dass beispielsweise allein beim Zürcher Tierschutz insgesamt über 20 Jahre naturwissenschaftliche Hochschulausbildung und jahrzehntelange Erfahrung in diesem Thema "am Start“ sind. Kein Grund also, das Bild von den emotionalen Tierfreunden auf der einen und den gescheiten Wissenschaftern auf der anderen Seite zu zementieren. Wie wir nämlich aus unserer Kommissionsarbeit wissen, reicht bei vielen Experimentatoren der Sachverstand kaum über ihr Experimentierfeld hinaus.
Barbara Schnüriger
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