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10.02.2010

Lungern - ein Mekka für Tierquäler?

Wie der Tagesanzeiger am 10. Februar 2010 berichtet, will die Gemeinde Lungern ihren schönen See mit tonnenweise Regenbogenforellen anreichern und damit den Tourismus ankurbeln. Hobbyfischer sollen nämlich anreisen, übernachten, fischen und Geld ausgeben. Sie erhalten im Bedarfsfall Spezialpatente und benötigen keinen Sachkundenachweis. Tierquälerei ist damit vorprogrammiert, weil jeder Gelegenheitsangler den Köder auswerfen darf.

 

Die Verantwortlichen für diese Schnapsidee sind nicht nur ökologische Tiefflieger, sondern sie verkennen in sturer Ignoranz die Zeichen der Zeit. Ausbeutung mag in der Finanzwelt angesagt sein, im Bezug auf Umwelt und Tierwohl pfeift schon lange ein anderer Wind. In Abwandlung des Werbeslogans auf der Homepage der Gemeinde sagen wir dezidiert: Freut euch besser nicht, denn nach Lungern kommen wir sicher nicht!

 

Bernhard Trachsel

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