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15.11.2011

Keine Subventionen für Tierquäler

So ist die Motion von SVP-Ständerat Jenny (GL) betitelt. Sie will, dass bei Verletzung von Tierschutzbestimmungen die Direktbeiträge an den fehlbaren Tierhalter vollumfänglich verweigert werden können. Eigentlich logisch, denkt man sich, denn wo sonst wird man trotz illegalen Verhaltens gar belohnt? In der Landwirtschaft basiert eben vieles nicht auf Logik, sondern auf Tradition, Bewahrung von Pfründen und nicht selten auf Bauernschläue.

Dass fehlbaren Tierhaltern Beiträge gestrichen werden sollen, findet Bergbauer Erich von Siebenthal (BE) ziemlich befremdlich. Denn Bauern seien oft psychisch am Boden, nicht zuletzt wegen einer Landwirtschaftspolitik, die sie an den Rand des Ruins treibe. Damit also will von Siebenthal Vernachlässigung oder Tierquälerei rechtfertigen? Auf dem Buckel von Tieren und SteuerzahlerInnen? Da würde er der Glaubwürdigkeit halber besser die Landwirtschaftspolitik ändern, die er und seine SVP massgeblich zu verantworten haben. Man schlägt den Sack und meint den Esel.

Bernhard Trachsel

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