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04.05.2009

Kaninchenschützer entpuppt sich als Hasenfuss

Mit einem Kaninchen auf dem Arm liess sich SVP-Nationalrat Lukas Reimann noch im März vor dem Bundeshaus fotografieren. Er wolle etwas für die Kaninchen tun, meinte der 26jährige Senkrechtstarter. Dazu reichte er eine Motion ein, mit der er ein Verbot der Einzelhaltung von Kaninchen erreichen wollte. Immerhin gehe es um hunderttausende von Lebewesen.

Eine schöne Geste, aber leider nur leere Versprechungen. Reimann war sich nicht bewusst, wie viele Chüngelizüchter er damit in den eigenen Reihen verärgern würde. Nach einem Monat mit hunderten Mails und massivem Druck der Kaninchenzüchter zog Reimann nun seine Motion zurück. Offenbar gehen ihm die Wählerstimmen der Chüngeler und die eigene Politkarriere vor. Tierschutz ist definitiv kein Thema, mit dem man sich in diesem Kreisen beliebt machen kann. Das Ganze hat aber immerhin und einmal mehr bestätigt, in welcher Ecke die unverbesserlichen Tiernutzer hocken. Als Konsument(inn)en wissen wir das zu schätzen und als Tierschützer werden wir den Finger noch mehr drauf halten.

 

Barbara Schnüriger

 

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