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08.10.2010

Bittere Aussichten für Tier- und Naturschutz

Die Herbstsession 2010 der eidg. ParlamentarierInnen bringt es an den Tag: Für den Natur- wie auch für den Tierschutz sieht es momentan bitter aus. Die Motion für ein Importverbot von Robbenprodukten wurde abgelehnt. Anders als in der EU, welche die Einfuhr von Robbenprodukten untersagt. Frau BR Leuthard kennt offenbar keine Gnade für die gequälten Tiere und behauptet, ein Verbot wäre nicht WTO-konform. Die Robbenjagd sollte tierschutzgerecht werden, meint Frau Bundesrätin. Wie kann man so naiv sein? Solange wir KonsumentInnen und der Staat nicht Druck ausüben auf die Jäger bzw. Hersteller dieser Produkte, wird sich nichts ändern. Mit diesem verheerenden Entscheid toleriert die Schweiz die Abschlachtung der Robben und macht sich zugleich zum Umschlagplatz von Robbenprodukten. Wir befürchten Schlimmes angesichts der Tatsache, dass Frau Bundesrätin Leuthard nun das UVEK unter sich hat und für den Natur- und Umweltschutz zuständig ist.

 

Gabi Trachsel

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