Zürcher Tierschutz 
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Löwen als "Kanonenfutter" züchten
Den meisten modernen Menschen fällt es schwer, die Faszination der Jagd nach zu empfinden. Und doch kann man sich die Freude am Aufspüren und Entdecken, die Spannung, ob man tatsächlich Erfolg haben wird, vorstellen. Offensichtlich gibt es aber auch Typen, denen solche Feinheiten abgehen und die schlicht und einfach ein Tier abschlachten möchten. Ein möglichst grosses, prestigeträchtiges natürlich, damit man sich als ganze Portion (auch Frauen greifen vermehrt zur Jagdflinte) fühlen kann. Sonst wäre mit dem sogenannten Canned Hunting in Südafrika wohl kaum dermassen Geld zu machen. Dabei werden dem zahlenden Touristen nämlich eigens dafür gezüchtete Löwen vor die Flinte gebracht, die diese dann am liebsten noch bequem vom Jeep aus abknallen können.
Diese Perversion ist ein Riesengeschäft. Denn die Löwen werden von Hand aufgezogen, damit sie als Babies auch noch denjenigen Touristen zu Diensten sein können, die gern ein Löwenbaby streicheln oder gar mit ihm spazieren gehen möchten. Dass diese Tiere absolut verhaltensgestört sind und ein gestresstes kurzes Leben führen, versteht sich von selbst. Ein skrupelloses Geschäft, das absolut nichts mit Naturerlebnis zu tun hat und bei dem die Löwen konsumiert werden wie Verbrauchsmaterial. Wo bleibt da der Protest unserer einheimischen Waidmänner? Oder gehören die etwa auch zum Club dieser Trophäenjunkies?
Bei Vier Pfoten können Sie eine Petition unterzeichnen und damit die Südafrikanische Regierung dazu auffordern, Canned Hunting zu verbieten.
Barbara Schnüriger
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