Arbeit mit Tieren

jaelle mit bonsai
 

"Ich wünsche mir mehr Respekt für jedes einzelne Tier, völlig unabhängig von der Art oder der Rasse."



Portraet
 

Jaëlle Stoffel

dipl. tiermedizinische Praxisassistentin

 

Wie lange arbeitest Du schon in Deinem Beruf?

Nach meiner dreijährigen Ausbildung zur Tiermedizinischen Praxisassistentin war ich ein Jahr lang in der Tierarztpraxis tätig. Seit April 2009 arbeite ich hier beim Zürcher Tierschutz als Tierpflegerin.

 

Warum hast Du Dich für die Arbeit als Tierpflegerin entschieden?

Tiere lagen mir schon als Kind am Herzen. Ausserdem bin ich sehr gern in Bewegung, und ich putze sogar gern; ausser natürlich bei mir zu Hause. Als Tierpflegerin habe ich mehr Kontakt zu den einzelnen Tieren und kann eine stärkere Bindung zu ihnen aufbauen als bei meiner früheren Tätigkeit in der Tierarztpraxis. Das gefällt mir sehr gut.

 

Was ist für Dich das Schönste im Job?

Am meisten freue ich mich, wenn ein Tier, das sehr lange bei uns war, endlich einen richtig guten Platz findet. Das freut mich immer sehr, auch weil dann bei uns wieder ein Platz für ein anderes Sorgenkind frei wird.

 

Was ist für Dich belastend?

Manchmal kommen Tiere zu uns, die von den Behörden wegen schlechter Haltung beschlagnahmt wurden. Wenn später aber rechtlich entschieden wird, dass das Tier zurück zum Halter geht, ist das für mich oft schwierig. Ich kann das dann nicht selber überprüfen und entscheiden, sondern nur hoffen, dass es dem Tier besser ergeht als zuvor.

 

Was würdest Du jemandem raten, der oder die diesen Beruf ergreifen möchte?

Ich rate, in mehr als einem Betrieb eine Schnupperlehre zu machen. In einem grösseren Tierheim sieht der Alltag anders aus als in einem kleinen. Ausserdem sollte man sich überlegen, mit welchen Tierarten man arbeiten möchte, Hunde, Katzen oder gar Wildtiere. Auch dafür lohnt es sich, verschiedene Schnupperlehren zu machen.

 

Hast Du selber Tiere?

Ich habe vier Kaninchen, ein Pferd und zwei Hunde - einen Englisch Setter und eine Bearded Collie Dame.

 

Was würdest Du Dir für die Tiere wünschen?

Ich wünsche mir mehr Respekt für jedes einzelne Tier, völlig unabhängig von der Art oder der Rasse. Ich denke da zum Beispiel an Hunde, die aufgrund ihrer Rasse vorverurteilt werden, oder an eine Maus im Labor, die wenig Mitgefühl erhält. Wir sollten da keine Unterschiede machen.

 

Was ist Dein Lebensmotto?

Ich sehe jeden Tag als eine neue Chance.