Zürcher Tierschutz 
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Ganzjährig Draussen

- © C. Mertens
Weitere Info
Inforationen zur dauernden Haltung von Nutztieren im Freien hat das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Beratungsstelle Lindau (LBL) herausgegeben:
Download (226 KB).
Am 12.11. 2008 hat das BVet eine Fachinformation zum Witterungsschutz bei der dauernden Haltung von Rindern im Freien publiziert, die der neuen Gesetzgebung Rechnung trägt:
Download (203 KB).
Friert die Kuh?
Erbarmen! An nassen und kalten Tagen und plötzlichen Schneeeinbrüchen sorgen sich manche Tierfreunde um Rinder, Pferde oder Schafe, die dennoch draussen gehalten werden. Meist zu Unrecht, findet der Zoologe Bernhard Trachsel, Geschäftsführer des Zürcher Tierschutz (ZTS). "Die meisten Nutztiere tolerieren Kälte und Nässe recht gut", erklärt Trachsel. "Allerdings müssen gewisse Anforderungen erfüllt sein. Schutzlos dürfen sie extremer Witterung nicht ausgesetzt werden."
In der kalten Jahreszeit muss allen Tieren ein windgeschützter, trockener Liegeplatz zur Verfügung stehen. Ziegen und Esel etwa vertragen Nässe und morastigen Boden gar nicht. Sie müssen sich in ausgestreute Liegehütten zurückziehen können. Ebenso Schweine, die aber an Hitze mehr leiden als an Kälte, weil sie nicht schwitzen können. Schafe, Rinder oder Pferde hingegen tolerieren Nässe und Kälte erstaunlich lange. Alle Tiere brauchen jedoch bei schlechter Witterung und im Winter mehr Futter und immer Zugang zu Wasser. Schnee auf dem Rücken von Rindern ist kein Problem: Es zeigt, dass das Haarkleid die Körperwärme halten kann und das Tier die Kälte nicht spürt.