Zürcher Tierschutz 
- [Alt + 0] - Startseite
- [Alt + 1] - Navigation
- [Alt + 2] - Inhalt
- [Alt + 3] - Kontakt
- [Alt + 4] - Sitemap
- [Alt + 5] - Suche
Schlechte Nachrichten für Weissbüscheläffchen
In Japan ist zwei Wissenschaftlern offenbar ein wichtiger Durchbruch in der Gentechnologie gelungen. Bei einzelnen Affen konnten bis jetzt zwar Gene verändert werden, diese gaben das veränderte Gen jedoch nicht an die Nachkommen weiter. Das war bisher nur bei Nagetieren möglich. Die beiden Forscher haben eine Methode entwickelt, die dies nun auch beim Weissbüscheläffchen möglich macht. Präsentiert wurde einer dieser Kleinaffen, der infolge eines eingeführten Genprodukts unter der UV-Lampe grün leuchtet. Einer der Nachkommen zeigt dieses Leuchten ebenfalls.
Der Erfolg wird als wichtiger Meilenstein gefeiert. Nun soll es nämlich möglich sein, auch bei Primaten Linien mit Erbkrankheiten zu züchten, die dann als Modelle für menschliche Krankheiten dienen, was bisher vor allem mit Mäusen praktiziert wurde.
Während weltweit intensive Bestrebungen laufen, Tierversuche mit Primaten nur noch sehr zurückhaltend oder gar nicht mehr durchzuführen, lässt diese Nachricht nun Schlimmes befürchten. Sollte sich die Methode als praktikabel erweisen, werden zusätzliche Tierversuchsziele mit Affen nicht lange auf sich warten lassen. Andererseits darf man hoffen, dass sich der Jubel wie bei vielen gentechnologischen "Durchbrüchen" als verfrüht herausstellen wird. Denken wir nur an das Klonen von Tieren, dessen tatsächliche Umsetzung sich dann trotz allen Vorschusslorbeeren als nicht ganz einfach erwiesen hat.
Barbara Schnüriger
zur ÜbersichtKommentare
Keine Einträge vorhanden
Kommentar schreiben
(Ihre E-Mail-Adresse wird später nicht angezeigt)

