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16.11.2009

Nein zur Patentierung von Lebewesen

Die Vergabe von Patenten, einst für Erfindungen eingeführt, hat in den letzten Jahrzehnten eine seltsame Entwicklung durchgemacht. Bereits die Patentierung von gentechnisch veränderten Tieren, wie beispielsweise der "Krebsmaus", ist mehr als fragwürdig. Denn weder die Maus an sich, noch das eingefügte Gen oder die biologischen Mechanismen, die dies ermöglichen sind schliesslich dem Erfindergeist der Menschen entsprungen. Doch man will sogar noch weitergehen. Monsanto und andere Firmen wollen sich das Patent auf Abschnitte des Erbguts von gezüchteten Nutztieren wie Schweinen und Rindern oder gar für ganze Tiere verschaffen. Ähnliche Patente wurden in der Vergangenheit bereits erteilt.


Neben den Fragen zur Monopolisierung und Beherrschung der Nutztierhalter und -züchter durch mächtige Firmen, stellen sich zahlreiche ethische Fragen. Was direkt ins Auge springt, ist die Instrumentalisierung des Lebewesens. Welcher Mensch, der die Würde der Kreatur respektiert, könnte darauf kommen, Tiere als Gegenstände und technische Errungenschaften zu sehen? Es sagt einiges über das Weltbild der Beteiligten aus; ein wichtiger Grund mehr, diesem Treiben Einhalt zu gebieten.


Mehr Infos und die Möglichkeit, einen globalen Appell zu unterschreiben, erhalten sie hier.

 

Barbara Schnüriger

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