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27.06.2011

Millionen Versuchstiere leiden und sterben unnötigerweise

Tierversuchsstatistiken sind rückblickend erhoben und daher immer alter Kaffee. Dennoch ist es informativ und erschreckend, einen Blick darauf zu tun. 2008 waren Europas Haupttierexperimentatoren in Frankreich, Grossbritannien und Deutschland zu finden. Zusammen haben sie über 55% der in der EU verwendeten 12 Millionen Tiere verbraucht. In der Schweiz wurden 2009 gemäss CH-Statistik 706.104 Tiere eingesetzt. Weltweit wurde diese Zahl auf ca. 115 Millionen geschätzt. Viele Länder, unter anderem die USA, Japan und China, veröffentlichen allerdings gar keine Daten. Was sich da abspielt, lässt sich daher nur erahnen.


Die stets und überall am häufigsten eingesetzte Versuchstierart ist die Maus. Als Massenware wird sie in Tierversuchen verwendet, obwohl auch sie wie alle anderen Lebewesen Angst zeigt und leidensfähig ist. 2008 wurden in den Ländern der EU unter anderem aber auch 21.315 Hunde, 333.213 Kaninchen, 754.485 Vögel und 9.569 Affen verbraucht. Gegenüber der letzten Statistik vor 3 Jahren haben einige Länder wie Spanien, Irland aber auch Österreich mächtig zugelegt. Jedenfalls setzt man fast allerorts immer noch auf veraltete Tierversuche, welche eine schlechte Forschung repräsentieren und zudem für den Menschen eine echte Gefahr darstellen können. (siehe hier)


Muss das sein? Nein! Mittlerweile gibt es viele Alternativmethoden, die Tierversuche nicht nur ersetzen können, sondern für den Menschen auch bessere Aussagen machen. Gespannt erwarten wir daher die in Bälde erscheinende Schweizerische Tierversuchsstatistik für das Jahr 2010 in der leisen Hoffnung sinkende Tierzahlen lesen zu dürfen.

 

 

Claudia Mertens

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