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23.12.2008

Mehr Lebensqualität für Przewalskipferde und Mufflons

Der Forstbetrieb Winterthur hat das Baugesuch für eine auf 19’000 Quadratmeter erweiterte Anlage für Przewalskipferde und Mufflons im Wildpark Bruderhaus eingereicht.

 

Das Entwicklungskonzept 2020 für den Wildpark Bruderhaus hat zum Ziel, die Tierhaltung im Wildpark noch artgerechter zu gestalten und den Wildpark als Naherholungsgebiet und Umweltlehrort zu verbessern. Nach der im August 2008 eingeweihten neuen Wolfsanlage liegt nun das zweite Teilprojekt zur Umsetzung des Wildparkkonzepts vor: Eine Gemeinschaftsanlage für Przewalskipferde und Mufflons, die auf einer Fläche von 19′000 Quadratmetern möglichst viele Elemente enthält, welche die Tiere zum Ausleben ihres artspezifischen Verhaltens benötigen.

 

Die neue Gemeinschaftsanlage ist zweiteilig. Der nördliche, grössere Teil zwischen Bruderhausstrasse und Hinterer Finsteristrasse wird zur gemeinsamen Nutzung durch Przewalkipferde und Mufflons als Baumsteppe mit einzelnen Bäumen, Aussichtshügeln, verschiedenen Futterplätzen und einem Teich gestaltet. Die Böden werden durch eine magere Kiessandmischung ersetzt, welche den Abrieb der Hufe verbessern soll. Für Besucherinnen und Besucher werden attraktive Einblicke geschaffen, unter anderem eine Holzplattform im Gehege. Der Anlagenteil südlich der Hinteren Finsteristrasse wird als felsige Landschaft gestaltet und bleibt den Mufflons vorbehalten. Beide Anlagenteile werden durch einen Holzsteg über die Hintere Finsteristrasse verbunden, der nur für die klettertüchtigen Mufflons passierbar ist.

 

Die Gesamtkosten der neuen Anlage sind mit 860’000 Franken veranschlagt. Durch den Zürcher Tierschutz als Partner des Wildparks und die SWICA Gesundheitsorganisation in Winterthur als Sponsorin ist bereits ein Teil der benötigten Mittel gesichert. Der Wildparkverein Bruderhaus engagiert sich unter Federführung von Präsidentin Ruth Werren ebenfalls für das Projekt und unterstützt den Wildpark durch die Sammlung von Spenden und Verkauf von Keramikpferden, die in der Brühlgutstiftung gefertigt werden.

 

Die Projektierung der neuen Gemeinschaftsanlage erfolgte durch Thomas Steinmann, Landschaftsarchitekt, Winterthur. Im begleitenden Projektteam sind Fredi Schelb, Gestalter, Bernhard Trachsel, Biologe und Geschäftsführer des Zürcher Tierschutzes sowie Wildparkleiter Walter Jucker und Stadtforstmeister Beat Kunz. Die Zusammensetzung des Projektteams gewährleistet eine optimale, artgerechte Tierhaltung mit attraktiver Gestaltung für Besucherinnen und Besucher.

 

Medienmitteilung Stadt Winterthur

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