Ihre Meinung interessiert uns!

Computertastatur
© Sergey Galushko / fotolia.com
 
04.12.2009

Kleinmütige Kleintierzüchter

Darauf hat unser Land gewartet. Dank ein paar Hundert Schaf- und Ziegenzüchtern, die am 20. November zum Demonstrieren nach Bern gereist sind, wissen wir nun, wie wir dem Wolf begegnen sollten: Flinte anlegen und abdrücken. Weil es angeblich zu wenig Platz gebe in unserem Land für Nutz-, Wild- und Raubtiere.

 

Während sich Fachleute aus verschiedenen Kreisen der Thematik ernsthaft annehmen, setzen die Schaf- und Ziegenzüchter einmal mehr auf Folklore. Es gehe ihnen nicht nur um finanzielle Entschädigung, sondern um Züchterstolz und Tierwohl. Wie wärs denn, wenn die mit 43 Millionen Steuerfranken jährlich subventionsverwöhnten „Schäfeler“ endlich mal wie alle anderen Tierhalter mit seriösen Massnahmen dafür sorgen würden, dass ihre Tiere nicht zu Schaden kommen? Warum stören sie sich nicht an den rund 8'000 – 12'000 unbeaufsichtigten oder gar vernachlässigten Schafen, die jährlich bei der Alpsömmerung ums Leben kommen? Dagegen ist die Zahl der 200 den Wölfen zugeschriebenen getöteten Tiere geradezu bescheiden.

 

Bernhard Trachsel

zur Übersicht
 

Kommentare

 
Anzeige: 1 bis 1 von 1

Franziska Mächler aus Zürich

Mittwoch, 13.01.10 16:15

Es ist reine Bequemlichkeit der Züchter die Tiere unbeaufsichtigt auf der Alp zu lassen. Es gilt nicht zu sagen, Herdenschutzhunde können nicht für die Sicherheit sorgen oder es sei zu aufwendig. Im benachbarten Ausland werden seit je her die Herden durch solche Hunde geschützt. Zudem haben auch wir genügend Platz für Wölfe in unserem Land. Es fragt sich nur wie wir diesen begegnen und ihnen Raum lassen.

 

Kommentar schreiben

(Ihre E-Mail-Adresse wird später nicht angezeigt)

 

Ins Gästebuch eintragen