Zürcher Tierschutz 
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Faltenfrei ohne Tierversuche?
Der Traum von der ewigen Jugend und dem faltenfreien Gesicht kostet jedes Jahr mehreren Hundertausend Mäusen das Leben. Jede Produktionseinheit Botox®, welche in den Verkauf kommt, muss mit einem sogenannten LD50 Test auf seine Giftigkeit getestet werden. Das heisst konkret, es wird geschaut, bei welcher Dosis des Produktes 50% aller Mäuse sterben. Der US-amerikanische Konzern Allergan Inc. hat von der amerikanischen Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA) per sofort die Zulassung für einen tiervesuchsfreien In-vitro-Test zur Prüfung der Sicherheit und Wirkung von Botox® erhalten. Ziel wäre es, in den nächsten drei Jahren über 95% der Tierversuche für Produkte der Botox-Linie damit zu ersetzen. Ein Silberstreifen am Horizont!
Botulinumtoxin gilt als eines der gefährlichsten Gifte überhaupt. Die Intensität des Wirkstoffes ist zudem grosser Schwankungen unterworfen, weshalb jede Produktionseinheit aufs Neue getestet werden muss. Nichtsdestotrotz: Nebenwirkungen sind an der Tagesordnung, weil der Tierversuch keine vernünftige Aussage über die Wirkung im Menschen macht. Das neue System hat viele Vorteile. Es ist günstiger, schneller und eine höhere Präzision und Sicherheit in der Wirksamkeitsprüfung wird vom Hersteller als grosses Plus gesehen. Aus Sicht des Tierschutzes zeigt sich, dass sich der jahrelange Kampf gelohnt hat. Auf Druck von aussen hat Allergan, der Hersteller von Botox® Zeit und Geld (über 65 Millionen Dollar) in die Entwicklung dieses neuen, tierversuchsfreien Testverfahrens gesteckt.
Es ist zu hoffen, dass die Zulassungsbehörden anderer Länder allen voran der EU und der Schweiz, dem positiven Beispiel der FDA folgen werden!
Kathrin Herzog
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