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11.04.2011

Erfolgreiche Rettung der Forellen aus dem Stausee Sufers?

Vor der Entleerung des sanierungsbedürftigen Stausees Sufers wurden die Fangbeschränkungen am Hinterrhein aufgehoben. Tausende von Forellen oder Saiblingen landeten an den Haken von Ortsansässigen oder Unterländern mit Tagespatent und fanden schliesslich den Weg in den Kochtopf .

Grund genug zu fragen, inwiefern dieses Vorgehen zu einer „guten Lösung für die Fische“ geworden ist, wie dies Guido Conrad, Direktor der Kraftwerke Hinterrhein, postuliert. Ein monatelang ausgeklügeltes Konzept sollte die Fische vor unnötigen Qualen schützen. Was ist denn daran ausgeklügelt, wenn die Fische einfach mit Angel und Netzen entfernt werden?. Eine gelungene Rettungsaktion für die Fische scheint dies zumindest nicht zu sein, zumal ein Teil der Tiere über Nacht in den Fangnetzen hängen geblieben und durch das Absenken des Seespiegels qualvoll verendet sind. Die Entnahme und Tötung des gesamten Fischbestandes ist für die Fische mit einer erheblichen Stressbelastung und mit Schmerzen verbunden. Die Aktion lief unter dem beschönigenden Deckmantel, dass man den Fischen einen „qualvollen Erstickungstod beim Abfluss des Gewässers“ ersparen wollte. Nun von einer Rettung der Fische zu sprechen, wie dies Marcel Michel vom Amt für Jagd und Fischerei des Kanton Graubünden tut, ist angesichts des Ausgangs der Aktion geradezu zynisch.

Ein erneuter Besatz des Stausees mit Bach- See und Regenbogenforellen ist übrigens für den nächsten Frühling bereits wieder geplant. Auf dass die tapferen Angler wieder ihrem geliebten Sport nachgehen können.

 

Bernhard Trachsel

 

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