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02.11.2009

Die simple Welt der Pelzträger

In der NZZ freut sich Jeroen van Rooijen, ein Redaktor für Mode- und Stilfragen, darüber, wie jung und lässig die neuen Pelz-Kreationen daherkommen. Zum Thema ethische Vertretbarkeit hat er dann auch eine ganz einfache Faustregel parat: Wer Fleisch esse usw. dürfe sich eines Pelzes wegen auch kein Gewissen machen. Als schlimm werden im Artikel  nur die Pelztierfarmen in Osteuropa und die Hundefelle aus China befunden.

 

Ein ganz schön oberflächliches und einfaches Weltbild. Und zu peinlich, um nicht durchschaut zu werden. Sollte Pelzmode dereinst nur noch von zur Bestandesregulierung geschossenen Rotfüchsen und den Fellen von Schlachttieren stammen, kann man durchaus zu diesem Schluss kommen. Was man in den Geschäften und auf der Strasse jedoch sieht, stammt von Silberfüchsen, Nerzen und anderen Wildtieren, die zum Beispiel in Skandinavien in unzumutbarer Farmhaltung gezüchtet werden. Auch die meisten Kaninchenfelle stammen von dafür eigens gehaltenen Kaninchen und nicht von Schlachttieren.

 

Also, Herr van Rooijen, über die Bücher, bevor Sie sich mit Ihrem Denk-Style weiter blamieren bei der aufgeklärten Bevölkerung.

 

"Der Pelz wird jung" NZZ vom 18. Oktober 2009

Unsere Infos zum Thema Pelz finden Sie auf www.pelzinfo.ch.

 

Barbara Schnüriger

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